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Winterfilmreihe : Ein „Blockbuster“ über Erdmännchen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Großer Publikumsandrang zum Start der Winterfilmreihe von Green Screen im „Haus“ – der Film über die Erdmännchen wird noch einmal gezeigt. Regisseur Christian Herrmann begleitet die Reihe professionell.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 06:09 Uhr

Eckernförde | Die Winterfilmreihe des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen hat am Freitagabend mit einem Paukenschlag begonnen. Den Film „Vom Kuscheln, Träumen und Schmusen – Erdmännchen“ wollten etwa doppelt so viele Menschen sehen wie in das Kommunale Kino gepasst hätten. „Wir werden den Film deshalb am Ende der Reihe am 28. März noch einmal für alle zeigen, die wir jetzt leider nach Hause schicken mussten“, versprach Carsten Füg aus dem Green-Screen-Büro. Bis zum 28. März also präsentiert Green Screen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) und dem Kommunalen Kino im „Haus“ an der Reeperbahn 28 ausgewählte Filme aus den Jahren 2011 bis 2013, die alle schon bei einem der vergangenen Festivals liefen und die der BR kostenlos zur Verfügung stellt.

Den Auftakt machte nicht ohne Grund der Film über die Erdmännchen: Filmemacher und Green-Screen-Preisträger Christian Herrmann war extra für diesen Abend aus München angereist, um über die Dreharbeiten in der Kalahari und in Zürich zu berichten und den Zuschauern ihre Fragen zu beantworten. Herrmann hat als Premieren-Preisträger ein ganz besonderes Verhältnis zum Festival. „Wenn man viele Festivals weltweit besucht, weiß man zu schätzen, was man hier hat. Green Screen ist sehr persönlich geblieben. Ich habe zu vielen Menschen einen sehr guten privaten Kontakt.“

In dem am Freitag gezeigten Film ist zum ersten Mal das Leben der Erdmännchen in ihren Höhlen zu sehen. Bilder von schlafenden und im Traum zuckenden Erdmännchen entzücken die Zuschauer ebenso wie die erste gefilmte Geburt. Dabei musste Herrmann zugeben: „Die Höhle wurde von Kulissenbauern des Bayerischen Rundfunks erstellt und an der Universität in Zürich eingesetzt, wo Erdmännchen zu Forschungszwecken gehalten werden. Die Weltneuheit: Die drei Kameras konnten über das Internet von überall auf der Welt bedient werden. So konnten sie zwei Jahre lang laufen.

Aber auch über sein aktuelles Projekt erfuhren die Besucher etwas: Zurzeit arbeitet Christian Herrmann an einem Film über Schwarznackenkraniche in Bhutan, die von den Einheimischen als heilig verehrt werden. Parallel dazu entsteht zurzeit ein Film über den Weg eines Wassertropfens von den Wolken über den Gebirgsbach bis zur Flussmündung. Beide Filme sollen in den kommenden Jahren auch bei Green Screen zu sehen sein.

Christian Herrmann ist 56 Jahre alt. Nach einer Karriere als Fernsehjournalist für Dokumentationen hat er sich dem 1994 dem Naturfilm zugewandt und seither rund 60 Filme gedreht.

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