zur Navigation springen

Glück am Stengel : Ein Blatt soll Glück bringen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund um den Globus sind vierblättrige Kleeblätter als Glücksbringer bekannt / Lieferengpässe nach Feuer in holländischer Kühlhalle

von
erstellt am 31.Dez.2016 | 05:23 Uhr

Haby | In den Tagen vor Silvester ist der vierblättrige Klee ein Verkaufsschlager. Die Pflanzen mit den vier Blättchen an einem Stiel versprechen Glück für das anstehende neue Jahr. Bis vor wenigen Wochen wusste Sven Colmorgen gar nicht, ob er überhaupt und wenn ja, wie viel Glücksklee er in seiner Habyer Gärtnerei verkaufen kann. „Bei einem Brand in einem Kühlhaus eines niederländischen Züchters in Lommersee-Uitendaal sind 80 Prozent aller Oxalis-Zwiebeln vernichtet worden“. Daher konnte nur ein Bruchteil der vorliegenden Glücksklee-Bestellungen abgewickelt und an die entsprechenden Gärtnereien ausgeliefert werden. Daher wurden letztlich auch nur gut 600 Pflanzen nach Haby geliefert, statt der üblichen 2000. „Eine Woche vor Weihnachten startet bei uns der Verkauf des Glücksklees“, sagt Colmorgen. Ein bis zwei Zentimeter hoch sind die kleinen Pflänzchen, wenn sie in Haby eintreffen. Dekoriert mit Accessoires, wie Schweinchen, Schornsteinfeger oder Sektflasche werden sie vorab in Dänemark. „Bei uns im Gewächshaus wachsen sie dann bei zwölf Grad Celsius“, so Gärtnermeister Sven Colmorgen.

Dabei ist der Glücksklee im streng botanischen Sinne überhaupt gar kein Klee. Meist handelt es sich um Sauerklee (Oxalis tetraphylla), eine von Haus aus vierblättrige Pflanze aus Mexiko. Mit echtem Klee ist diese Gattung nicht einmal verwandt. Typisch für die Sauerkleegewächse sind die rosa bis tiefroten langen Kronblätter.

Der echte Klee heißt auch Trifolium, da steckt die Dreiblättrigkeit schon im Namen. Etwa 230 Arten gibt es davon, bei uns am weitesten verbreitet ist der Weißklee. Dieser Klee ist es, der dazu neigt, auch mal mehr als dreizählig gefingerte Blätter zu bilden, wie es richtig heißen muss. Denn das dreiblättrige Blatt ist wissenschaftlich gesehen lediglich ein einziges Blatt aus drei Teilblättchen. Man geht davon aus, dass nur 0,01 bis 1 Prozent der Kleepflanzen vierblättrig sind. Forscher vermuten, dass erst durch eine überreiche Nährstoffversorgung solche Blätter entstehen.

 


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen