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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 13:03 Uhr

Chorgemeinschaft : Ein bewegendes Jahreskonzert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförder Chorgemeinschaft hat ein mitreißendes Programm in der St.-Nicolai-Kirche präsentiert. Karin Pinior spielte am neuen Bechstein-Flügel.

Eckernförde | „Mit 66 Jahren“ ist noch lange nicht Schluss. Das war nur ein Titel im Jahreskonzert der Eckernförder Chorgemeinschaft 1860. Aufmunternd, mit Humor und Freude präsentierte der Chor unter der Leitung von Angela Lins ein Programm, dass sich am Motto des Vorjahreskonzertes „Allerlei Lieder“ orientierte und an diesem Abend um neue Stücke erweitert erweitert wurde.

Damit begab sich der Chor auf neue Wege zu anderen, größeren Herausforderungen. So wie in den „Vier Miniaturen“ für gemischten Chor und Sprecher mit Texten von Eugen Roth. Die sind immer mit Humor und kräftiger Menschenkenntnis gewürzt. Sie forderten mit dem Wechsel von Gesang und Sprechstimmen größte Aufmerksamkeit. Annalisa Biehl und Johannes Krüger hatten die Rolle der Sprecher übernommen, waren aber, weil unverstärkt, nicht überall wirklich gut zu verstehen. Zum Glück gab es die Texte ausgedruckt zum Mitlesen.

Rhythmus, Lebensgefühl und Gemeinschaft fördert der Chor in seinen regelmäßigen Treffen. Unterhaltungsmusik aus Musical, Film und Schlager bestimmt das Programm. Klar, dass bekannte Showbusiness-Melodien wie „I got Rhythm“, „Always look on the bright side of life“, „Wochenend‘ und Sonnenschein“ oder„ Memory“ aus „Cats“ schnell für eine lockere Stimmung in der festlich geschmückten St. Nicolai-Kirche verbreiteten. Diese Chorgemeinschaft machte es wieder vor: Singen macht Freude und Freunde. Auch wenn es draußen nieselt und drinnen die singende Lerche besungen wurde. Angela Lins ermutigte das Publikum auch zum Mitmachen. Zunächst mit einem kräftigen „Oho“ in dem Udo-Jürgens-Schlager „Mit 66 Jahren“ und zum Schluss im Stehen beim „Dona nobis pacem“. „Verleih uns Frieden“ nach Worten Martin Luthers drückte aus, was die Welt derzeit mehr denn je nötig hat.

Nicht nur menschliche Stimmen, auch ein Instrument verdiente Aufmerksamkeit an diesem Nachmittag: Ein neuer Bechstein-Flügel unter den versierten Händen von Karin Pinior: Sie war mehr als nur Begleitung des Chors. Mit gekonntem und sicherem Zugriff, nicht nur in den Vorspielen, bildete sie eine wichtige Stütze der Orientierung für die Stimmen. Viel, viel mehr als nur Erholungspausen für die Stimmen wurden die beiden Klavier-Solo-Vorträge der jungen Sarah Pjano. Kein Künstlername – wohl aber der Hinweis auf ein besonderes Talent, das sie in der Etüde des amerikanischen Komponisten Edward MacDowell (1860-1908) und noch mehr mit dem 1. Satz aus der C-Dur-Klaviersonate von Wolfgang Amadeus Mozart zeigte. Langer, stehender Beifall. Verdient!

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