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Ortsentwicklung : Ein attraktives Zentrum ist das Ziel

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürgermeister stellt weiteres Vorgehen für Stift im Runden Tisch vor / 100 Bürger im Ratssaal

Altenholz | Welches der vier möglichen Planungsbüros die Neuentwicklung des Ortsteils Stift mit Hilfe der Städtebauförderung begleiten wird, soll der Hauptausschuss in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch entscheiden. Am Mittwochabend stellte Bürgermeister Carlo Ehrich das Vorgehen im Runden Tisch Ortsentwicklung Stift vor, zu dem rund 100 Bürger in den Ratssaal gekommen waren.

Drängendste Frage der Zuhörer: Wann wird die Brandruine entfernt? Drei Monate nach dem verheerenden Feuer liegt die ehemalige Ladenzeile noch immer in Schutt und Asche hinter der Absperrung. Zunehmend wird Ungeziefer gesichtet, machen die Anwohner ihrem Unmut über die Situation Luft. Eine zufriedenstellende Antwort konnte der Verwaltungschef den Bürgern nicht geben. Gegebenenfalls müsse eine zweite Versicherung die Ruine in Augenschein nehmen, dann bliebe sie noch eine Zeit lang so liegen wie jetzt, sagte Ehrich. Mit dem Abriss rechnet Eigentümer Hans M. Weber Ende März, wie er gestern auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte. Das Ganze werde abgetragen und neubebaut, betonte Weber, „ein Supermarkt kommt da wieder hin“. Nur sei das nicht so einfach – gerade mit Blick auf das Städtebauförderungsprogramm.

Das für die Überplanung angegebene Gebiet umfasse 20 Hektar vom Herrenhaus bis hinauf zum Getränkemarkt, räumte Bürgermeister Ehrich ein. Dabei sollen neben der Nahversorgung auch die Aspekte Wohnraum, Lebensqualität, Klimaschutz und Verkehr betrachtet werden. Das Ziel, erinnerte Ehrich, sei ein attraktives Zentrum für den Ortsteil Stift. „Ich kann mir aber vorstellen, eine Lösung für die Ladenzeile vorzuziehen. Ich denke, das Ministerium geht da mit“, zeigte sich Ehrich optimistisch.

Neben den Behörden sollen auch die Bürger an dem Prozess beteiligt werden. So wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, zu der neben einem Vertreter jeder Fraktion Wiebke Freudenberg von der Bürgerinitiative „Gemeinsam für Stift“ und Anke Petersen als Vertreterin der Kaufleute gehören. Am Mittwoch wurden zudem zwei weitere Mitglieder aus dem Kreis des Runden Tisches für die Arbeitsgruppe benannt: Ludger Niehoff aus Stift und Dr. Jens Kruschwitz aus Klausdorf. Niehoff hat sich in der Vergangenheit wiederholt für die Belange der Bürger in Stift eingesetzt, unter anderem als es um die Nachnutzung des Herrenhauses ging. Kruschwitz ist Leiter der Abteilung Verkehrswegebau bei der Landeshauptstadt Kiel und könnte sein Wissen nicht nur für die Planung der künftigen Verkehrsführung einbringen, sondern auch bei den Bemühungen um eine zweite Ausfahrt für den Ortsteil, der derzeit nur über den Ostpreußenplatz zu erreichen ist. Wie problematisch das werden kann, hatte das Feuer in der Ladenzeile gezeigt: Über Stunden konnten die Stifter ihren Wohnort nicht verlassen, weil die Einsatzfahrzeuge die Straße blockierten.

Die vier Planungsbüros werden sich und ihr Vorgehen in der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwoch vorstellen. In nicht-öffentlicher Sitzung werden die Mitglieder dann den Zuschlag erteilen. Beginn ist um 17 Uhr im Ratssaal.

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erstellt am 27.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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