REformationstag : Ein Apfelbaum und viele Wünsche für die Zukunft

Pastor Heik im Martin Luther Kostüm erklärte den Kindern der Grundschule Osdorf die Bedeutung des Reformationstages. Die Kinder wussten bereits ganz genau Bescheid und konnten all seine Fragen beantworten.
Pastor Heik im Martin Luther Kostüm erklärte den Kindern der Grundschule Osdorf die Bedeutung des Reformationstages. Die Kinder wussten bereits ganz genau Bescheid und konnten all seine Fragen beantworten.

Pastor Thomas Heik besucht alias Luther die Grundschule Osdorf.

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01. November 2013, 06:36 Uhr

„Was würde ich machen, wenn morgen die Welt untergehe, hat mich mal einer gefragt. Daraufhin antwortete ich ihm nur: Dann würde ich einen Apfelbaum pflanzen.“ Mit diesen Worten schindete Pastor Heik, verkleidet als Martin Luther, ordentlich Eindruck bei den Kindern der Grundschule Osdorf. Zum Reformationstag war er gestern Vormittag zu den Kindern gekommen, um ihnen die Bedeutung dieses historischen Datums näher zu bringen und mit ihnen gemeinsam einen Apfelbaum zu pflanzen. Der Baum soll als Symbol der Hoffnung gelten, denn Luther glaubte schließlich fest daran, dass die Welt nicht untergehe. „Dafür wird Gott sorgen“, sagte Pastor Heik.

Mit dem Besuch wollte er den Kindern vermitteln, dass der 31. Oktober nicht nur der Tag der gruseligen Kostüme ist. Es gibt schließlich noch ein anderes wichtiges Ereignis neben dem Halloweenfest: Im Jahr 1517 hat Luther 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen. Gleichzeitig gilt der Tag als Ursprung der evangelischen Kirche. Doch das alles wussten die Kinder schon. „Schließlich haben wir sie im Unterricht auf diesen Tag vorbereitet“, so Lehrerin Mara Tiedemann. Sofort erkannten dieSchüler, wen der Pastor darstellen sollte und was es mit diesem Ablasszettel in seiner Hand genau auf sich hatte. Nur die Geschichte mit dem Baum war neu für sie.

Bereits zum fünften Mal organisiert Pastor Heik eine Aktion zum 31. Oktober an der Schule. Im vergangenen Jahr haben sie 95 Luther-Luftballons steigen lassen, an denen Zettel der Kinder befestigt waren. Dort stand geschrieben, was die Kinder an der Kirche mögen und was sie nicht so toll finden. Anstatt Luftballons gab es in diesem Jahr kleine Apfelkarten, auf denen die Schüler ihre Zukunftswünsche schreiben konnten. Ein Geschwisterchen und die Karriere als Polizeichef waren nur zwei von vielen Kinderträumen.

Auf Süßigkeiten musste gestern aber nicht verzichtet werden: Für alle Kinder gab es Luther-Bonbons – ganz passend mit Apfelgeschmack.

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