neues Königspaar für Sturmgilde : Ehepaar Jeß regiert in Groß Wittensee

Ein Ehepaar regiert am Wittensee: Anke und Werner Jeß sind das neue Königspaar der Sturmgilde Groß Wittensee von 1516.
Ein Ehepaar regiert am Wittensee: Anke und Werner Jeß sind das neue Königspaar der Sturmgilde Groß Wittensee von 1516.

Werner und Anke Jeß aus Groß Wittensee übernehmen die Regentschaft von Johannes und Silke Schmidt.

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17. Juni 2019, 17:10 Uhr

Bei der Sturmgilde Groß Wittensee von 1516 regiert erneut ein Ehepaar. Werner und Anke Jeß aus Groß Wittensee setzten sich bei den Königsspielen durch und wurden König und Königin. Damit übernehmen sie die Regentschaft von Johannes und Silke Schmidt, denen im vergangenen Jahr die Königswürde verliehen wurde.

Rund 50 Teilnehmer traten zu den Wettkämpfen an. Dabei konnten sie entscheiden, ob sie mit den Luftgewehr schießen und knobeln oder nur würfeln wollten. Aber: „Nur ein Mann kann beim Schießen König werden und nur eine Frau kann beim Würfeln Königin werden“, betonte Ältermann Hans-Claus Schnack. Das heißt, sollte eine Frau die beste Punktzahl beim Schießen und Knobeln erzielen, kann sie damit trotzdem nur den zweiten Platz belegen. Das Gleiche gilt für Männer mit Glück beim Würfeln.

Bevor es am Gildetag an Gewehr und Würfelbecher ging, stand bereits einiges auf dem Programm: Bereits um 8.30 Uhr begann die Gildeversammlung. Im Anschluss daran folgte ein Umzug durch das Dorf mit dem Feuerwehrorchester Borgstedt. Auch das Königspaar des abgelaufenen Gildejahres begleitete den Umzug auf einer Kutsche, bevor es zum Frühstück ins Gildelokal, den „Schützenhof“, lud. Am Nachmittag standen neben dem Wettstreit um die Königswürde auch ein Familienprogramm mit unter anderem Dosenwerfen, einer Hüpfburg und einem Stand mit Glitzertattoos auf dem Programm. „Als Traditionsverein wollen wir auch die Gemeinschaft fördern“, sagte Hans-Claus Schnack. Durch das Familienprogramm wollen sie auch Zugezogenen die Möglichkeit geben, sich an dem Fest zu beteiligen und die Dorfgemeinschaft kennenzulernen. Vier Neueintritte verzeichnete die Gilde am Wochenende, das macht eine Mitgliederzahl von 109. „Wir sind sehr zufrieden damit“, so der Ältermann.

Werner Jeß ist seit rund 40 Jahren Mitglied, seine Frau Anke ist auch immer mit dabei. Obwohl beide zum ersten Mal gemeinsam König und Königin sind, war die Proklamation für sie nichts Neues: Für beide ist es das dritte Mal, dass ihnen die Königs- beziehungsweise Königinnenwürde zuteil wird. Dennoch sei es etwas Besonderes, betonte Werner Jeß, der seit rund 20 Jahren das Amt des Gildeschreibers inne hat. „Es gehört Glück dazu. Es ist eine Ehre, König der Gilde zu sein, und etwas Schönes.“

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