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NEUES BETREUUNGSANGEBOT FÜR KINDER : Ehemalige Sparkasse wird zur Tagespflegestelle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadt baut die ehemalige Sparkasse in der Ostlandstraße für eine Kinderbetreuung um. 30 neue Plätze werden in der Waldorfkita und im dänischen Kindergarten geschaffen.

Das Angebot an Kindergartenplätzen in Eckernförde soll ausgebaut werden. Der Waldorfkindergarten Erlengrund plant die Einrichtung einer zweiten altersgemischten Gruppe zum Kindergartenjahr 2017/18, und auch der dänische Kindergarten Borreby will eine altersgemischte Gruppe einrichten. Gleichzeitig soll die vor einem Jahr eingerichtete altersgemischte Gruppe in der integrativen Kindertagesstätte Süd im Nachmittagsbereich fortgesetzt werden. Der Sozialausschuss erteilte am Dienstagabend einstimmig sein Einvernehmen zu den Planungen.

Grund für die Angebotserweiterung ist laut Bürgermeister Jörg Sibbel die steigende Nachfrage an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren und der kontinuierliche Wechsel von Krippenkindern in den Elementarbereich. Darauf müsse reagiert werden, um den bestehenden Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gewährleisten zu können: „Im Rahmen der Arbeitsgruppensitzungen ’Gesamtkonzept Kinderbetreuung in Eckernförde’ wurden die freien Träger gebeten, Ideen einer Platzerweiterung einzubringen.“

Der Waldorfkindergarten hat reagiert. Derzeit bietet er zwei Elementargruppen im Pastorengang und zwei Elemetargruppen, eine Krippengruppe sowie eine altersgemischte Gruppe im Erlengrund an, insgesamt somit 105 Plätze, von denen 60 Plätze durch Eckernförder Kinder genutzt werden. Für die 15 neuen Plätze liegen Anfragen von Eckernförder Familien vor. „Zur Erfüllung der räumlichen Voraussetzungen ist der Umbau eines bisher für schulische Zwecke genutzten Raumes, der an die vorhandenen Gruppenräume angrenzt, erforderlich“, so Sibbel. Dafür sei ein Antrag auf Investitionskostenförderung beim Kreis Rendsburg-Eckernförde gestellt.

Der dänische Kindergarten betreibt zurzeit drei Elementargruppen und eine Krippengruppe und plant ebenso die Einführung einer altersgemischten Gruppe mit 15 Plätzen.

Die Stadt fördert die Betriebskosten in beiden Fällen für Plätze, die durch Eckernförder Kinder belegt sind.

Die städtische integrative Kindertagesstätte Süd umfasst drei Elementargruppen, eine Krippengruppe sowie zwei Regel-Integrations-Gruppen. Ergänzend wurde im Kindergartenjahr 2016/17 eine zusätzliche altersgemischte Gruppe im Nachmittagsbereich, befristet auf ein Jahr, eingerichtet. Laut Bürgermeister Jörg Sibbel nimmt die Nachfrage einer erweiterten Öffnungszeit im Krippen- und Elementarbereich stetig zu und mache die Fortsetzung dieses zusätzlichen Angebots erforderlich. Die räumlichen Voraussetzungen seien erfüllt. Hinsichtlich der personellen Besetzung sei voraussichtlich eine Erweiterung des Stellenplans für eine Zweitkraft erforderlich.

Gleichzeitig plant die Stadt, eine institutionelle Tagespflegestelle mit zwei Gruppen zu jeweils fünf Kindern unter drei Jahren in der ehemaligen Zweigstelle der Förde Sparkasse in der Ostlandstraße einzurichten. Die Kosten für den Umbau der Immobilie belaufen sich auf voraussichtlich 75  000 Euro, die von der Stadt getragen werden. Dafür fällt das Nutzungsentgelt mit monatlich 440 Euro sowie 30 Euro für eine Garage zuzüglich einer Betriebskostenvorauszahlung von 50 Euro gering aus. Eine Nutzungszeit von 25 Jahren ist vorgesehen. Betrieben werden soll die Tagespflegestelle von einem freien Träger, mit dem sich die Stadt schon in Verhandlungen befindet. Eine Außenspielfläche im hinteren Bereich soll durch das GWU zur Verfügung gestellt werden.

Wie Jörg Sibbel erklärte, ist das Kinderbetreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren im Stadtgebiet nicht mehr ausreichend. „Die institutionelle Kindertagespflege stellt gegenüber der Krippenbetreuung eine kostengünstige und gleichrangige Alternative dar. Sie ist für Eltern ein Angebot mit einer familienähnlichen Betreuung, das über die Öffnungszeiten einer Kindertagesstätte hinaus flexible Betreuungzeiten anbieten kann.“ Auch diesem Vorhaben stimmte der Sozialausschuss einstimmig zu.

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