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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 23:49 Uhr

Edmund Lomer: Allein gegen 21 Gegner

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eckernfördes bester Schachspieler stellt sich beim Simultanschach so vielen Gegnern wie noch nie / 11 Siege, 4 Remis, 6 Niederlagen

Edmund Lomer hatte gestern seine Turnschuhe an – schließlich musste er wieder viel laufen. Beim Simultanschach „Einer gegen alle“ im Rathauses trat Eckernfördes bester Schachspieler gegen 21 Gegner an – Rekord. Dabei geht der mehrfache Vereins- und Pokalsieger sowie Vizemeister der Senioren auf Landesebene (2014) von Schachbrett zu Schachbrett und hat nur wenige Sekunden Bedenkzeit für seinen nächsten Zug, während seine Gegner überlegen können, bis Lomer seine Runde beendet hat. Konzentrierte Stille herrscht in dieser Zeit dort, wo sonst auch mal laut diskutiert wird.

Bereits zum 16. Mal stellte sich der 76-Jährige einer Übermacht beim königlichen Spiel. Im Jahr 2000 hatte er zum ersten Mal die Idee, und sie kam gut an: Als er 2001 aussetzte, forderten seine Gegner Revanche, so dass er seit 2002 jedes Jahr erneut sein strategisches Geschick unter Beweis stellt. In diesem Jahr allerdings begann der Schachmarathon mit einer Niederlage: Eckernfördes ehemaliger Bürgermeister und Ex-Innenminister Klaus Buß schlug Lomer nach 45 Minuten. „Ich habe beim ersten Mal und auch jetzt gewonnen“, sagte Buß. „In den Jahren dazwischen habe ich allerdings nur verloren.“

Damit war er in guter Gesellschaft. So mancher Spieler schüttelte nur mit dem Kopf, wenn man ihn auf die bisherige Bilanz ansprach. Edmund Lomer konnte dagegen zufrieden sein: 11 Siege, 4 Remis und 6 Niederlagen konnte er diesmal zählen. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, sagte er. „Dafür spüre ich meine Beine nicht mehr.“ Über 70 Runden im Ratssaal ist er gelaufen. Unter den Gegnern waren unter anderem die SPD-Ratsmitglieder Martin Klimach-Dreger, Reiner Bunte, Jürgen Neumann und Jörg Meyer, der SPD-Ortsvorsitzende Jonas Kramer, Georg Bicker von der CDU, aber auch der DRK-Vorsitzende Wolfgang Bachor, Pastor i.R. Jürgen Knaak und der ehemalige Standortvorsitzende Hans-Jürgen Schäfer.

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erstellt am 17.Jun.2016 | 11:42 Uhr

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