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Eckernförder Zeitung

22. August 2017 | 20:56 Uhr

Edelstahl-Örtchen und ’ne Schippe Sand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

So richtig berühmt waren die Eckernförder Klohäuser noch nie. Und je älter sie werden, desto unansehnlicher werden sie – da hilft keine noch so intensive Reinigung. Eckernförde ist mit diesem Problem nicht allein, öffentliche Toiletten zählen in keiner Stadt zu den Prunkstücken. Immerhin haben sich jetzt Politik und Verwaltung der Sache angenommen und nehmen richtig Geld in die Hand: 148 000 Euro. Das langt aber gerade mal für die beiden Klohäuser am Rathausmarkt und in der Kieler Straße. Die sollen in Edelstahl ausgebaut werden. Komplett ausgeblendet ist das WC-Haus am ZOB. Das ist seit Monaten wegen der Zerstörungswut Weniger zugesperrt.

Ein trauriges Kapitel, das hoffentlich nicht bis zur Fertigstellung des Bahnhofsneubaus 2016/17 bestehen bleibt.

Immerhin: In Borby tut sich was. Erst der neue Strand, jetzt der neue Turm. Die genügsamen Borbyer sind schon mit Fortschritten zufrieden. Und am Strand reicht ihnen in der Saison ein einfaches Dixi-Klo – die Borbyer brauchen kein teures Edelstahl-Töpfchen. Sand und Turm, beides zusammen kostet nicht einmal 100 000 Euro und damit erheblich weniger als die WC-Sanierung am gegenüberliegenden Ufer. Aber gegeneinander aufrechnen lassen sich diese doch sehr unterschiedlich gelagerten Investitionen natürlich nicht.

Und so freuen sich die Borbyer über die Schippe Sand für ihren Strand, der auch sicher künftig noch die eine oder andere Aufwertung vertragen dürfte.

Der Stress für Polizeibeamte hat stark zugenommen. Sie werden angepöbelt, provoziert und geschlagen – die Hemmschwellen sind gesunken. Landtagspräsident Klaus Schlie fand dafür in diese Woche klare Worte: „Man muss sich Sorgen machen.“ Oberkommissar Oliver Schulz hat es im Dienst arg erwischt: Fußtritt an den Kopf, Sturz und Bruch des Handknochens. Was geht eigentlich in Menschen vor, die so zutreten?

Schulz jedenfalls wurde die öffentliche Anerkennung zuteil, die Polizisten für ihre Arbeit verdienen. Der Hilfs- und Unterstützungsfonds der Polizei hat geholfen. Wer diese ehrenamtliche Arbeit unterstützen möchte, kann spenden: PSD Bank Kiel e.G., Kto.-Nr. 290 298 3600, BLZ 210 909 00

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erstellt am 09.Mai.2014 | 13:26 Uhr

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