Lange Nacht : Eckernfördes lange Nacht der Laternen und der Musik

Bestes Dinge war Flohmarkt-Einsteiger Gerhard „Gerda“ Schröder aus Eckernförde, der seinen heimischen Keller ausgeräumt hat.
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Bestes Dinge war Flohmarkt-Einsteiger Gerhard „Gerda“ Schröder aus Eckernförde, der seinen heimischen Keller ausgeräumt hat.

Einkaufen bis 22 Uhr, stöbern und feilschen bis 23.30 Uhr – in Eckernförde besuchten tausende Besucher die lange Einkaufsnacht und den Laternenflohmarkt. Es gab Live-Musik in der ganzen Innenstadt.

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25. Juli 2015, 19:07 Uhr

Das Ostseebad lebt im Sommer förmlich auf. Und zwar auf eine sehr angenehme Weise, nicht schrill und überdreht, sondern mit viel Feingefühl und maßgeschneiderten Events.

Donnerstagabend war an jeder Ecke etwas los. Am Steindamm spielte die Band Tucson markigen Rock, am Hafen breitete ein Großaufgebot an Flohmarkthändler ihre Waren aus und in der Fußgängerzone gab es eine lange Einkaufsnacht bis 22 Uhr mit Live-Musik an mehreren Stellen bei angenehmen, sommerlichen Temperaturen. Die Innenstadt-Shoppingmeile war gut besucht, die Geschäfte freuten sich über einen guten Umsatz, und auf den Straßen und Plätzen entwickelte sich dank der auftretenden Künstler eine entspannte und beschwingte Atmosphäre.

Im Café Heldt in der St.-Nicolai-Straße singt der Chef noch selbst: Armin Heldt ließ seine kräftige Baritonstimme vor dem Café erklingen und bot den vielen Gästen – begleitet von Sylwia Timoti am Klavier – ein „Kessel Buntes“. Mit Chansons, 30er Jahre-Stücken, Operettenmelodien, Filmmusik oder Lieder von Udo Jürgens unterhielt er sein Publikum. Ein paar Ecken weiter vorm Schuhhaus Krohn in der Kieler Straße gab es französische Chansons in Reinkultur mit Angela Iwersen und Ralf Wittrock. Auch die Fans von Gesche Clasen und David Shamban kamen vor der Möwen-Apotheke auf ihre Kosten, Geige und Akkordeon in dieser Qualität – das konnte sich hören lassen. Oldies frisch verpackt, das war die Ansage von Julian Taylor vorm Eiscafé Veneto, der den vielen Gästen nicht nur mit „Rocket Man“ von Elton John viel Spaß bereitete.

Volles Haus auch am Hafen, wo etliche tausend Besucher beim Laternenflohmarkt auf Schnäppchenjagd waren. Gerhard „Gerda“ Schröder aus Eckernförde hatte seinen Keller leergeräumt und Lochsteine fürs Aquarium, ein Playmobil-Krankenhaus, Spiele und jede Menge Trödel aufgebaut. „Wir suchen eine Eigentumswohnung und wollen unser Haus verkaufen, ich hab schon mal den Keller ausgeräumt“, sagte der Flohmarkt-Einsteiger, dem der Kontakt mit den Besuchern sichtbar Spaß machte.

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