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Rock’n’Roll : Eckernförder Top-10-Traum bleibt unerfüllt

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Weltmeisterschaft in Prag hatte sich das Ecktown-Team viel vorgenommen. Zwei Fehler im Viertelfinale ließen aber keine bessere Platzierung als den 16. Rang zu.

Für die Rock’n’Roll-Formation der TSG Blau-Gold Eckernförde, dem Ecktown-Team, war die Weltmeisterschaft im tschechischen Prag ein emotionales Erlebnis – leider überwogen nach dem Auftritt im Viertelfinale Trauer, Enttäuschung und Ärger. Ein Sturz sowie ein weiterer technischer Fehler ließen den Traum von einer Top-10-Platzierung platzen, doch Trainer Jan von Horsten hatte auch positive Emotionen festgestellt: „Die Mädels brennen jetzt darauf, es im nächsten Mai bei der EM in Flensburg besser zu machen. Sie sind sehr selbstkritisch, und wissen nach den vielen Siegen zuletzt jetzt wieder, dass man nicht überheblich sein darf. In der Weltspitze wird jeder Fehler bestraft.“ Um auf andere Gedanken zu kommen und die Enttäuschung von Platz 16 zu vergessen, stürzten sich die TSG-Tänzerinnen ins bekannte sonnabendliche Prager Nachtleben.

„Wir hätten auch nach der Vorrunde aufhören können“, sagt von Horsten mit einem Schmunzeln. Der erste Auftritt des Ecktown-Teams in der Kategorie Rock’n’Roll-Ladies-Formationen war gelungen. Die Musikgeschwindigkeit wurde im Vorwege der WM extra nochmal gesteigert, was die Schwierigkeit dementsprechend erhöhte. Trotzdem sahen zwei der fünf Wertungsrichter die Norddeutschen sogar auf den Plätzen vier und fünf. Damit war das Ecktown-Team direkt für die Runde der besten 16 Formationen qualifiziert.

Wie es zu erwarten war, gab es in der Weltspitze erneut eine große Dominanz der Oststaaten. von Horsten erklärt: „Russland, Tschechien und Ungarn haben in diesem Sport das sagen. Aber wir kratzen bereits an deren Haustür. In diesen Ländern gibt es teilweise Tanzinternate, wo die Mädchen ihre Schulausbildung zusammen mit dem Tanzen absolvieren, während wir ja reine Hobbytänzer sind.“ Und doch hatten sich die Eckernförderinnen nach einem wahren Titelregen in den vergangenen Jahren viel vorgenommen. „Wir wollten ganz vorne angreifen“, sagt von Horsten. Doch es kam anders. Ein Sturz sowie ein zweiter technischer Fehler blieb den Wertungsrichtern natürlich nicht verborgen. „Wir haben mal einen auf den Deckel bekommen“, sagt der TSG-Trainer. Besonders ärgerlich waren die Fehler, weil ohne sie der Halbfinaleinzug wohl geklappt hätte. Zwei Wertungsrichter sahen die Eckernförderinnen auf dem neunten Platz – das hätte gereicht. „Ich mache den Mädchen keinen Vorwurf. Wir mussten hohes Risiko gehen, denn mit süß und nett wird man auch nicht Erster“, so von Horsten. Dass ein enormer Unterschied zwischen nationaler und internationaler Ebene besteht, bekamen auch die anderen beiden deutschen Formationen zu spüren. Besonders der Eckernförder Dauerrivale, die Rocking Angels aus Flensburg, musste diese bittere Erfahrung auf dem drittletzten Platz erleben. Die Formation „2exceptional4U“ aus Iserlohn schnitt nur wenig besser auf dem 24. von 28. Plätzen ab. Es siegt die russische Formation Coolcats.

Nun haben die Rock’n’Rollerinnen der TSG, die bis auf eine Ausnahme alle aus Eckernförde oder den näheren Umland kommen zwei Wochen Pause. Danach startet die Vorbereitung auf die EM 2014 in Flensburg. Trainer Jan von Horsten könnte seine Mädels beim nächsten Training mit neuen Praktiken überraschen. Er erklärt: „Ich habe sehr viel von der WM mitgenommen. Wenn man den Russen oder Tschechen beim Training und Eintanzen zusieht, lernt man einiges dazu.“ Er schränkt aber schmunzelnd ein: „Denn teilweise doch sehr rauen Umgangston werde ich aber nicht übernehmen. Da hätte ich bei meinen Mädels keine Chance.“ Zukünftig will von Horsten auch weiter an der Psyche seiner Schützlinge arbeiten. Teilweise wird bereits im mentalen Bereich gearbeitet, doch der TSG-Coach glaubt, dass hier noch ein Lernprozess bei seiner Formation statt findet. „Die Mädels pushen sich gegenseitig. Wir wollen bei der EM die verpasste Top-10-Platzierung nachholen.“

Während die Ladies-Formation nun eine Wettkampfpause hat, wird es für die jüngere Girls-Formation noch einmal ernst. Am 2. November steigt die WM in St. Petersburg. Damit es auch in den kommenden Jahren weiter Erfolge zu vermelden gibt, sucht der Verein nach Nachwuchs. Besonders Mädchen ab zehn Jahren haben gute Chancen, sich bei der entsprechenden Ausbildung durch das Trainerteam in ein paar Jahren auch auf internationalem Parkett wieder zu finden. Aber natürlich sind auch jüngere Kinder willkommen. Alle Informationen für Interessierte gibt es auf der Homepage der TSG.


> www.tsg-blau-gold.de

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erstellt am 16.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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