A-Jugendfussball : Eckernförder SV verpasst Pokaltriumph

Angreifer Leon Apitz (links) vergab kurz vor der Halbzeitpause die 1:0-Führung für den Eckernförder SV im Heimspiel gegen den Büdelsdorfer TSV. Wer weiß, wie die Begegnung dann gelaufen wäre.
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Angreifer Leon Apitz (links) vergab kurz vor der Halbzeitpause die 1:0-Führung für den Eckernförder SV im Heimspiel gegen den Büdelsdorfer TSV. Wer weiß, wie die Begegnung dann gelaufen wäre.

Im Fußball-Kreispokalfinale musste sich der Eckernförder SV mit 0:2 gegen Büdelsdorf geschlagen geben. Außerdem ist die Karriere von ESV-Coach Ottmar Gerlach (zumindest vorerst) zu Ende.

shz.de von
30. Juni 2014, 06:00 Uhr

Die Ausgangslage vor dem Fußball-Kreispokalfinale der A-Jugendlichen war klar. Der Eckernförder SV war als Vizemeister der Verbandsliga klarer Außenseiter gegen den Büdelsdorfer TSV als Vizemeister der SH-Liga. Etwas Mut machte den Talenten aus dem Ostseebad allerdings der 1:0-Erfolg aus einem Vorbereitungsspiel vor Saisonbeginn. Doch auch diese Motivationshilfe brachte am Ende nicht den erhofften Erfolg. Nach den 90 Minuten setzten sich die Büdelsdorfer leistungsgerecht mit 2:0 (0:0) durch und krönten damit eine erfolgreiche Spielzeit.

In der ersten Hälfte sahen die 130 Zuschauer eine abwechslungsreiche Begegnung, in der die Gäste zwar die größeren Spielanteile besaßen, ohne sich dabei allerdings hochkarätige Möglichkeiten herausspielen zu können. Die Taktik des scheidenden ESV-Coaches Ottmar Gerlach war aufgegangen: „Ich hatte den Jungs gesagt, dass sie Büdelsdorf ruhig spielen lassen sollen. Die Ballbesitzzeiten waren mir egal. Wir wollten vielmehr durch schnelle Konter versuchen, zum Erfolg zu kommen.“ Und bei zwei von diesen hätten die Gastgeber auch durchaus in Führung gehen können. Den ersten vergab Tjark Carstensen. Er traf zwar ins Netz, doch der Unparteiische Jannik Empen versagte dem Treffer wegen einer Abseitsposition die Anerkennung (25.). Kurz vor der Halbzeit entschied Empen dann auf Vorteil für die Eckernförder. Leon Apitz schnappte sich den Ball, steuerte auf das Büdelsdorfer Tor zu, zog aus elf Metern ab, scheiterte mit seinem Schuss allerdings am Büdelsdorfer Torhüter Jannis Riegmann. Bei den Gästen vergab Marvin Jessen die beste Chance (18.).

Nach dem Seitenwechsel münzte der BTSV seine optische Überlegenheit dann auch entsprechend in Tore um. Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Lasse Tischer seine Mannschaft mit einem Schlenzer von halblinks ins lange Eck in Führung (49.), und in der 70. Minute machte der eingewechselte Jonas Nöhr mit seinem 2:0 alles klar. Die Eckernförder gaben sich zwar nie geschlagen, ihnen fehlten aber letztlich doch die Mittel, um die Hintermannschaft der Gäste wirklich in Bedrängnis zu bringen.

„Das Spiel verlief so, wie ich es erwartet hatte“, bilanziert BTSV-Trainer Henning Hardt. „Der ESV ist eine schwer zu bespielende Mannschaft, bei der die Spieler sehr gut stehen. Schade, dass uns Marvin Jessen nicht schon in der ersten Halbzeit in Führung geschossen hat. Dann wäre vieles leichter gelaufen. Jetzt freuen wir uns mit dem Kreispokalsieg über einen schönen Abschluss der Saison. Eine gemeinsame Feier wird es nicht mehr geben, die hatten wir schon in der Vorwoche.“

Die Eckernförder hatten diese dagegen noch vor sich – zwar ohne Pokal auf dem Tisch, dafür mit einem zünftigen Schnitzel auf dem Teller. Für ESV-Trainer Ottmar Gerlach und seinen Assistenten ist nun Schluss. Für immer? „Ach, wer weiß, was in fünf Jahren ist? Lebe ich dann noch? Alles im Leben hat seine Zeit. Für mich war es eine schöne mit der Mannschaft. Leider konnten wir den Pott nicht holen, weil wir dem BTSV durch zwei kapitale Böcke den Pokal auf dem Silbertablett serviert haben. Ich wünsche der Mannschaft alles Gute für die nächste Saison.“ Vielleicht klappt es ja dann mit dem Pokalsieg.

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