zur Navigation springen

Versuch gelungen : Eckernförder Stefan Heine ist neuer Rätsel-Weltmeister

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neuer Weltrekord für das Guinness-Buch der Rekorde: 609 Zuschauer des ZDF-Fernsehgartens haben gleichzeitig zehn Minuten lang Kreuzworträtsel gelöst.

von
erstellt am 06.Jul.2017 | 06:38 Uhr

Eckernförde | Der ruhige, abgeklärte Stefan Heine war am vergangenen Sonntag das perfekte Pendant zur quirligen Moderatorin Andrea Kiewel im 499. ZDF-Fernsehgarten. Die morgendliche Zwei-Stunden-Open-Air-Show stand ganz im Zeichen des deutschen „Rätsel-Papstes“, wie Kiewel ihren Co-Moderator dem Millionenpublikum an den Bildschirmen vorstellte. Der medienerfahrene Entwickler und Herausgeber aller Arten von Rätseln kam die Showtreppe herunter und die große Mitmach-Rätsel-Show des 48-jährigen gebürtigen Eckernförders Stefan Heine konnte beginnen.

Mit Silbenrätseln für das TV-Publikum, Drudeln, Schüttel- oder Verwandlungsrätseln für das Live-Publikum auf dem Mainzer Lerchenberg brachte er die Zuschauer schnell auf die richtige „Rätsel-Temperatur“. Genau das richtige Umfeld und die richtige Bühne für seinen Weltrekordversuch für das Guinness-Buch der Rekorde im Gleichzeitig-Kreuzworträtsellösen. Heine war angetreten, um die bisherige Bestmarke von 550 Personen zu übertreffen. Deutschlands Rätselmacher Nummer 1 mit eigener Entwicklungs- und Produktionsfirma in Hamburg und das ZDF hatten im Fernsehgarten 668 Kreuzworträtsel-Löser aufgeboten, die mindestens zehn Minuten lang durchrätseln und am Ende mindestens fünf der 19 gesuchten Begriffe der mittelschweren Rätsel richtig notiert haben mussten. Es gelang. Unter der Aufsicht von Guinness-Richterin Lena Kuhlmann und ihrer Assistenten wurden am Ende 609 richtig gelöste Kreuzworträtsel gezählt. Nach dem Auftritt von Mary Roos, Semino Rossi und anderen Künstlern gaben Andrea Kiewel und Guinness-Richterin Lena Kuhlmann das mit Spannung erwartete Ergebnis kurz vor Ende der Sendung bekannt – großer Jubel im weiten Rund. Damit ist Stefan Heine neuer Weltrekordinhaber im gemeinsamen Kreuzworträtseln. Die Urkunde und viele Glückwünsche gab’s dazu.

Er empfinde „große Freude, die umso größer ist, weil sich alle so mitfreuen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich den Rekord vorgeschlagen habe und dran geblieben bin, da zwischenzeitlich immer mal wieder auf der Kippe stand, ob der Weltrekordversuch in die Sendung kommt oder nicht“, sagte Stefan Heine der Eckernförder Zeitung.

Der ehemalige Jungmannschüler – Abitur 1988 – hat nach wie vor enge Verbindung nach Eckernförde und in die Region. Nach dem Tod seines im März 2015 verstorbenen Vaters Hans-Werner Heine, Zahnarzt und Gründer eines inzwischen verkauften Delikatessenhandels, hält Wochenmarkt-Fan Stefan Heine nach wie vor regelmäßig engen Kontakt zu seiner in Eckernförde lebenden Mutter und verbringt Wochenenden und Urlaube oft im Ferienhaus am Wittensee.

Stefan Heine ist ein Existenzgründer. Er hätte ins elterliche Delikatessengeschäft einsteigen können, zog es als junger Mann aber vor, eigene Wege zu gehen. Nach dem Studium – BWL und Jura – und ersten unternehmerischen Gehversuchen gründete er 1995 einen Presse-Service für Rätsel aller Art. Heine hatte seine Passion gefunden. Der große Durchbruch gelang ihm 2004/05, als er das in England grassierende Sudoku-Fieber nach Deutschland importierte und zum führenden Sudoku-Rätselmacher wurde. Heine und seine vier fest angestellten Mitarbeiter arbeiten für etwa 400 Zeitungen, Zeitschriften oder Buchverlage. Er verlegt eine eigene Buchreihe mit fast 50 Titeln und bringt alle sechs Wochen neun verschiedene Rätselhefte heraus. Neuerdings gibt es von ihm zwölf Tagesabreißkalender und Rätsel-Apps. Seit einem Dreivierteljahr arbeitet er zudem an der Entwicklung einer wöchentlichen oder täglichen Rätselshow.

Man darf gespannt sein, welche Rätsel-Ideen der gebürtige Eckernförder noch entwickelt und umsetzt. Fürs erste darf er sich über seinen frisch errungenen Kreuzworträtsel-Weltmeistertitel freuen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen