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Marine : Eckernförder macht aus Nato-Verband eine Einheit

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fregattenkapitän Martin Schwarz aus Eckernförde führt zurzeit einen von vier Maritimen Einsatzverbänden der Nato. Momentan ist das Geschwader bei einem Manöver vor Schottland.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2016 | 06:22 Uhr

Eckernförde | Seit mittlerweile elf Wochen führt mit Fregattenkapitän Martin Schwarz ein Eckernförder den Ständigen Minenabwehrverband 1 der Nato (siehe EZ vom 16. Januar). Nach zahlreichen Ausbildungsabschnitten in Nord-und Ostsee nimmt der Verband, der mittlerweile aus sechs Booten besteht, derzeit in schottischen Gewässern am internationalen Manöver Joint Warrior teil.

Zum Verband gehören nunmehr aus Großbritannien der Minenjäger Ramsey, aus Norwegen der Minensucher Otra, die Minenjäger Primula aus Belgien und Vlaardingen aus den Niederlanden sowie der Tender Donau aus Warnemünde als Flaggschiff und der Minenjäger Dillingen aus Kiel.

Die „Standing Nato Mine Counter Measures Group 1“ (SNMCMG1) hat seit dem Auslaufen aus Kiel am 25. Januar acht Häfen in sechs Ländern besucht. Dabei zählten Lübeck, Dublin und Kopenhagen zu den Höhepunkten. Die Boote haben sich im Ausbildungszentrum der Deutschen Marine in Neustadt und im belgischen Zeebrügge Trainingsprogrammen unterzogen, die sie in allen erdenklichen Situationen gefordert haben. Und dem Stab wurde im belgischen Ostende in der Übung „Dynamic Move“ mit 154 Teilnehmern aus 19 Ländern seine Einsatzbereitschaft bescheinigt.

In der jährlich zweimal stattfindenden Übung „Joint Warrior“ werden die Schiffe nun erstmals im größeren Rahmen eingesetzt und arbeiten mit Fregatten, U-Booten, darunter U 34 aus Eckernförde, und Versorgern zusammen. Nach Beendigung dieses Manövers verlegt der Verband über Norwegen ins Baltikum, wo weitere Manöver anstehen. In Norwegen wird die Donau erstmalig dänische Überwasserdrohnen und das dazugehörige Personal an Bord nehmen. Damit wird die SNMCMG1 ihre geplante Größe für dieses Halbjahr erreichen.

Für den 44-jährigen Verbandsführer aus Eckernförde bestand die Hauptaufgabe der zurückliegenden Monate darin, aus den Einheiten der unterschiedlichen Marinen einen Verband zu formen, der als eins agieren kann. Dieses Ziel ist nach der Hälfte der Zeit erreicht. Bei den geplanten Manövern wird es nun darum gehen, das Geschwader in größere Marineverbände zu integrieren und die Leistungsfähigkeit im internationalen Umfeld unter Beweis zu stellen.

Die SNMCMG1 wird zur Kieler Woche in Deutschland zurück erwartet. Dort wird dann die Verbandsführung zum ersten Mal an einen Offizier der Estnischen Marine übergeben, der zunächst von einem Flaggschiff der Deutschen Marine mit hauptsächlich deutschem Stab seine Aufgabe wahrnehmen wird.

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