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Fussball-Kreisklasse A : Eckernförder Altkreis-Teams dominieren die Liga

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der große Hinrunden-Rückblick der Fußball-Kreisklasse A Rendsburg-Eckernförde nimmt im ersten Teil die Vereine auf Platz eins bis acht unter die Lupe.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Der Kreisfußballverband Rendsburg-Eckernförde hat bereits am 5. Dezember die Winterpause verkündet. Die Mannschaften der Kreisklasse A müssen im Frühjahr dennoch kein Mammutprogramm fürchten, denn sie liegen mit mindestens 14 ausgetragenen Partien absolut im Soll. Bevor der Kampf um die Aufstiegs- und Nichtabstiegsplätze ab dem 18. März jedoch so richtig ernst wird, bleibt viel Zeit für eine Halbzeit-Analyse. Heute mit Teil 1.

SG BSV/EMTV

Die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Truelsen steht verdient an der Spitze dieser Klasse, denn sie hat sich im Verlauf der Vorrunde keine einzige Schwächephase erlaubt. Mit der eigenen Konstanz, die ihnen in der vergangenen Saison noch gefehlt hat, und der Beharrlichkeit auf Ausrutscher der Konkurrenten zu warten, hat sich die SG einen komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz erarbeitet. Insbesondere die Heimstärke, das Team bleib ohne Niederlage, spricht für sich und lässt erwarten, dass der Sprung in die 1. Kreisliga im Frühjahr gelingen wird. Die SG verfügt über keinen echten Torjäger. Routinier Björn Geng und Tobias Jung teilen sich mit jeweils neun Treffern die Hauptlast.

Wittenseer SV

Der WSV musste in der vergangenen Saison lange gegen den Abstieg kämpfen. Umso erstaunlicher, dass die Mannschaft von Trainer Peter Thede in dieser Spielzeit bis kurz vor der Winterpause das Maß aller Dinge war. Eine mehr als zufriedenstellende Vorbereitung war Grundlage dafür, dass man von Beginn an die Liga dominierte. Durch eine Niederlagenserie von drei Spielen ging die bis dahin so souverän herausgespielte Tabellenführung jedoch an die SG BSV/EMTV verloren. Maßgeblichen Anteil am bisher so erfolgreichen Abschneiden hat die Torfabrik des Tabellenzweiten. Die beste Offensive der Liga hat dabei zwei Namen: Pascal Reimers (19) und Torben Wulf (16) erzielten zusammen mehr als die Hälfte aller 57 WSV-Treffer.

SV Fleckeby

Die Zielsetzung der Fleckebyer lautete nach dem Abstieg aus der 1. Kreisliga zunächst Konsolidierung. Das Team von Francois Cassini hielt sich strikt an diese zurückhaltende Vorgabe, ohne allerdings die Aufstiegsplätze komplett aus den Augen zu verlieren. Die Nagelprobe, ob man höheren Aufgaben gewachsen sein würde, waren die Partien gegen die großen Drei in direkter Folge. Gegen die SG BSV/EMTV (2:1), Eckernförde IF (3:2) und den Wittenseer SV (5:1) trat man schließlich den Beweis an, den direkten Wiederaufstieg realisieren zu können, auch wenn das gerechte Remis zum Abschluss gegen den SSV Bredenbek (2:2) dem Coach nicht so recht in den Kram passte. Das Prunkstück der Cassini-Elf ist die Abwehr. 21 Gegentreffer bedeuten den besten Wert der Liga.

Eckernförde IF

Obwohl die Eckernförder vor der Saison wieder einige Führungsspieler abgeben mussten, so sind sie doch die einzige Mannschaft, die den führenden Teams einen der drei Aufstiegsplätze noch streitig machen könnte. Nach Punkten hält man sich, trotz der enttäuschenden 0:1-Niederlage beim SV Holtsee zum Hinrundenabschluss, noch in Schlagdistanz. Auch den Vergleich beim Torverhältnis muss man gegenüber den großen Drei nicht scheuen. IF stellt zudem den Toptorjäger der Liga: Raffael Fischer (24) brachte die gegnerischen Abwehrreihen gleich reihenweise in Verlegenheit, wird aber in der Rückserie berufsbedingt fehlen. Dagegen bleibt die fehlende Disziplin das große Sorgenkind: 42 Gelbe Karten in 16 Partien kann kein anderes Team vorweisen. Dazu bekam die Fahn-Elf auch noch vier Platzverweise gegen sich.

SSV Bredenbek

Der Tabellen-11. der vergangenen Spielzeit war mit dem Ziel, nicht absteigen zu wollen, in die neue Saison gestartet. Hält sich das Team von Peter Heuer an diese Vorgabe, könnten sie mit jetzt 27 Punkten den Spielbetrieb eigentlich schon einstellen. Doch damit wird man sich nicht zufrieden geben, auch wenn eine Aufstiegsplatzierung aufgrund des Rückstandes wohl nicht mehr möglich ist. Das man aber durchaus mit den Spitzenmannschaften mithalten kann, bewiesen die Heuer-Schützlinge bei ihrer jüngsten Miniserie, bei der man dem Wittenseer SV die erste Niederlage beibrachte (3:2) und in Fleckeby ein 2:2-Remis ertrotzte.

Brekendorfer TSV

Die Mannschaft von Mario Sörensen beschloss die Hinserie mit einem deutlichen 6:0-Erfolg über den TSV Rieseby und überwintert wie schon in der vergangenen Saison auf Rang sechs. Das es zu keiner besseren Platzierung gereicht hat, lag auch an den personellen Problemen, die den Coach zwangen, immer wieder ein anderes Team auf den Platz zu schicken. Zudem scheint für den TSV die Devise „Sekt oder Selters“ zu gelten, denn die Bezeichnung Unentschieden war bisher ein Fremdwort (9/0/8). Doch das ist zusammengefasst nur die halbe Wahrheit. Sörensen hat angekündigt, in der Pause grundsätzliche Dinge ansprechen zu wollen. Dazu gehört auch die Frage, ob sich die Spieler zukünftig mit einem Mittelfeldplatz zufrieden geben wollen.


SV GW Todenbüttel

Die Elf von Michael Knieriemen wollte nach dem Abstieg aus der 1. Kreisliga im oberen Drittel, wenn’s gut läuft, um die Aufstiegsplätze mitspielen. Davon ist man jedoch relativ weit entfernt. Will man es positiv betrachten, sind die Grün-Weißen aber das einzige Team aus dem Rendsburger Raum, das sich nicht mit dem Thema Klassenerhalt auseinandersetzen muss. Wenn Timo Ihfe und Ole Petersen allerdings weiter in schöner Regelmäßigkeit treffen (je 10), könnte man vielleicht doch noch einmal oben anklopfen.

SV Felm

Die Felmer spielen bisher eine solide Saison, mehr aber auch nicht. Und genau da liegt das Problem von Trainer Kay Mielenz, der für sich und seine Mannschaft lieber handfeste Ziele vor sich sieht, als im Niemandsland der Tabelle vor sich hin zu dümpeln. Die Chance, die Spannung über einen längeren Zeitraum hoch zu halten, war durchaus gegeben. Zwar bezog man gegen den Wittenseer SV am 4. Spieltag richtig Prügel (0:9), doch dann überzeugte das Team seinen Coach mit fünf Siegen in Folge. Man klopfte oben an, ehe eine lange Niederlagenserie die Truppe schnell wieder in die Realität zurückholte. Auffällig: Das Offensivfeuerwerk der Vorsaion findet nicht statt. Das liegt auch daran, dass der Toptorjäger der vergangenen Spielzeit, Henrik Listner, nicht mehr so trifft wie gewohnt (11).



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