Eckernförder Luftbildkalender : Eckernförde von oben: Das Domsland

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In unserer heutigen Folge zeigen wir, wie das jüngste Baugebiet, das Domsland, von oben aussieht. Einst wurde dort das berühmte Moorleiche “Mädchen von Windeby“ gefunden.

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10. August 2018, 06:41 Uhr

Eckernförde | Das Domsland ist eines der jüngsten Wohngebiete in Eckernförde. Als sich die Stadt im Jahr 1985 einer Gemeindeumwelterhebung unterzog, wurde ihr empfohlen, künftige Erschließungen nicht im ökologisch wertvolleren Norden vorzunehmen, sondern sich weiter in Richtung Süden und Südwesten auszudehnen. So wurde im Jahr 1997 der Bebauungsplan für das Domsland im Windebyer Bereich aufgestellt.

Früher hatte es dort ein Moor gegeben. Nach dem Krieg wurde das gesamte Gebiet trockengelegt, der Torf abgestochen. 1952 erlangte das Domsland im Zuge dessen nicht nur in Wissenschaftskreisen Berühmtheit: Beim Torfstechen fanden Arbeiter das „Mädchen von Windeby“, eine der wohl bekanntesten Moorleichen überhaupt. Knochen wurden damals oft im Moor gefunden, allerdings meistens tierische Überreste. Auch die Domslandarbeiter hielten die Knochen zunächst für Teile eines Rehskeletts. Erst als sie eine Hand auf dem Torfförderband liegen sahen, wussten sie, dass sie eine menschliche Leiche gefunden hatten. Sofort wurde die Kriminalpolizei und das Landesmuseum Schloss Gottorf benachrichtigt. Seither wird das „Mädchen von Windeby“ auf der Schleswiger Schlossinsel der Öffentlichkeit gezeigt und ist eine der Hauptattraktionen.

Moorweg, Schlenkenweg, Bultenweg, Moränenweg – all diese Straßennamen erinnern heute daran, dass es hier einmal ein Moor gegeben hat. Heute sind im Domsland rund 450 Haushalte in Einzel- und Reihenhäusern angesiedelt.

>Dieses Bild und noch mehr können im Kunden-Center der Eckernförder Zeitung, Kieler Straße 55 als Din-A-3-Plakate für 11,95 Euro bestellt werden. Auch ein Luftbildkalender für das Jahr 2019 mit Eckernförder Motiven für 19,95 Euro ist hier erhältlich.

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