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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 04:22 Uhr

Eckernförde und die große Politik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 26.Sep.2014 | 15:51 Uhr

Dieser Krug ist noch einmal an Eckernförde vorbeigegangen. Nach dem Rücktritt von Innenminister Andreas Breitner gab es eine kurze, aber intensive Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Geeignet wäre sicher auch der Eckernförder Bürgermeister Jörg Sibbel gewesen, er wechselt allerdings nicht von der Bucht an die Förde. Die Befürchtung – so zumindest dürften es die allermeisten Bürger sehen, die den Bürgermeister jüngst mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt haben – war durchaus real, schließlich gilt Sibbel als engagierter und überzeugender Verwaltungschef in einer der angesagtesten Städte Schleswig-Holsteins. Seine Parteilosigkeit sollte bei der Besetzung von Ministerposten ebenfalls kein Nachteil sein, auch wenn die frisch geschasste, parteilose Waltraud Wende auf dem Ministersessel verbrannte Erde hinterlassen hat.

Der Eckernförder Bürgermeisterposten hatte sich ja schon einmal als Sprungbrett ins Landeskabinett erwiesen: Im Mai 1998 hatte Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) Klaus Buß abgeworben und ihn zum Landwirtschaftsminister gemacht. Zwei Jahre später wurde er dann Innenminister. Buß zählte wie zuletzt auch sein früherer persönlicher Referent und späterer Nachfolger Andreas Breitner zu den Stützen des Kabinetts.

Engsten Draht nach Kiel und Bonn hatte auch Buß’ Vorgänger Kurt Schulz. Er war der finanzpolitische Kopf der SPD-Landtagsfraktion mit besten Verbindungen und großem Einfluss bis in die Spitzen der Bundespolitik. Schulz zog der großen Politik jedoch sein geliebtes Eckernförde vor und baute die Stadt auf, die ihm nach dem Krieg zur neuen Heimat geworden war.

Als aussichtsreicher Ministerkandidat gilt ein weiterer Eckernförder: Sönke Rix. Der erst 38-jährige SPD-Bundestagsabgeordnete verfügt bereits über große politische Erfahrung, ist aber aufgrund seiner Vita stärker auf den Bereich Soziales, Familie und Jugend als auf das Innenressort ausgerichtet. Deswegen hat er als einer der heißesten ministrablen Kandidaten in diesem Fall abgewunken.

Aber wenn es so weitergeht mit dem Kabinett Albig wird seine Zeit bis 2017 sicher noch kommen. Wenn er sich das denn tatsächlich antun möchte. Vielleicht locken auf dem Bundesparkett ja in absehbarer Zeit noch viel lukrativere Posten.

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