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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 13:08 Uhr

Kriminalstatistik : Eckernförde ist sicher

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gesamtkriminalität ist 2014 um 2 Prozent gestiegen. Der Kripo-Chef spricht von einem „sicheren Wohnort“.

Eckernförde | Eckernförde ist ein sicherer Wohnort. Das zumindest sagt Kriminalhauptkommissar Rolf Petersen, der im städtischen Hauptausschuss am Donnerstagabend die Kriminalstatistik für das Jahr 2014 vorgestellt hat. Demnach ist die Gesamtkriminalität im Stadtgebiet gegenüber 2013 zwar leicht um 30 registrierte Fälle (2 Prozent) auf 1740 angestiegen, wird aber aller Voraussicht nach im Jahr 2015 wieder sinken. Die Aufklärungsquote liegt bei 55 Prozent. Zum Vergleich: Im Land Schleswig-Holstein ist die registrierte Kriminalität um 1 Prozent gestiegen, die Aufklärungsquote lag bei 51,2 Prozent.

Insgesamt wurden in Eckernförde 660 Tatverdächtige ermittelt, darunter 149 Frauen. 17 waren Kinder unter 14 Jahren, 71 Jugendliche, 87 Heranwachsende (18 bis 21 Jahre) und 441 über 21 Jahre alt. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug 5,8 Prozent, also 40 Tatverdächtige.

Ein versuchter Totschlag wurde 2014 als Tötungsdelikt registriert. „Zwei Brüder gerieten in Streit, und einer wollte den anderen abstechen“, erklärte Rolf Petersen. Große Ausreißer gibt es im Jahr 2014 nicht. Die einfachen Diebstähle sind um 11,3 Prozent auf 443 angestiegen, die schweren Diebstähle gingen dagegen um 4,4 Prozent auf 327 Fälle zurück. Die Zahl der gemeldeten Rohheitsdelikte ging von 307 auf 275 Fälle zurück (- 10,4 Prozent), die gemeldeten Betrugsfälle stiegen von 198 auf 237 (+ 12 Prozent). Bei den sonstigen Delikten wie Sachbeschädigung oder Graffiti ist ein Rückgang von 628 auf 528 Fälle (- 100) zu verzeichnen. „Insgesamt ist festzustellen, dass Eckernförde ein sicherer Wohnort ist und wohl auch bleibt“, sagte Rolf Petersen, „was ich persönlich nicht zuletzt auf die geografische Lage weitab von der Nord-Süd-Achse nach Skandinavien, die gute städtebauliche Struktur ohne Ghettobildung und die Wirtschaftskraft seiner Einwohner, Besucher und Urlauber zurückführe.“

Eine Statistik hatte auch der Leiter der Eckernförder Polizeistation Wolfgang Petersen vorzulegen: Insgesamt 164 Verkehrsunfälle verzeichnete die Polizei 2014 im Stadtgebiet, bei 123 davon haben Personen Verletzungen davongetragen. Einer ging tödlich aus, als am 29. Juli ein Auto beim Linksabbiegen von der B 76 in die Noorstraße mit einem entgegenkommenden Transporter kollidierte. „Diesen Punkt haben wir als Unfallhäufungsstelle ausgemacht“, so Wolfgang Petersen. „Acht gleichartige Unfälle sind dort geschehen.“ Die Polizei hat deshalb für Linksabbieger ein Blinklicht installiert, woraufhin seit Mai dieses Jahres keine Unfälle mehr erfolgten. Eine weitere Unfallhäufungsstelle machte die Polizei mit acht Unfällen an der Rendsburger Straße Ecke Windebyer Weg aus. „Als Linksabbieger kommt man wegen des hohen Verkehrsaufkommens schlecht aus dem Windebyer Weg in die Rendsburger Straße“, erklärte Petersen. Viele Autofahrer würden ungeduldig und riskierten somit riskante Fahrmanöver. Am besten wäre dort eine Ampel, was Petersen wegen der Abstimmung mit der Ampelanlage und dem Bahnübergang am Lornsenplatz als schwierig einstufte. Angedacht sei deshalb, die Autofahrer in der Rendsburger Straße schon einige Meter vor dem Fußgängerüberweg bei Rot anhalten zu lassen, um den Abbiegern die Möglichkeit zu geben, sich einzufädeln.

Die Zahl der Unfälle, bei denen Radfahrer beteiligt waren, ist von 42 auf 60 gestiegen, die Fußgängerunfälle sind von 19 auf 13 gesunken. Unfallflucht dagegen liegt im Trend: Ihre Zahl hat in den vergangenen sechs Jahren um 84 auf 260 zugenommen. An der Schrankenanlage Domstag konnte die Polizei keine Unfälle und auch keine Beinahe-Unfälle registrieren.

 

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erstellt am 17.Okt.2015 | 06:00 Uhr

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