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Eckernförder Zeitung

16. August 2017 | 20:02 Uhr

Eckernförde ist jetzt sauber

vom

Bürger beteiligen sich an Aktion "Unser sauberes Schleswig-Holstein"

Eckernförde | Auf Wiesen, unter Büschen und an Knickrändern haben am Sonnabend Wander- und Naturfreunde, viele Kinder und Anwohner Plastikmüll auf- und leere Flaschen eingesammelt. Am Hafen und Strand steckten die Taucherinnen und Taucher ihre Fundsachen praktischerweise in gelbe Kartoffelsäcke, damit das Meerwasser ungehindert abfloss. Wer aufmerksam durch die Stadt ging, sah die blauen Müllsäcke an vielen Straßenecken und Heckenrändern stehen. Gefüllt waren die Beutel mit unachtsam oder mutwillig weggeschmissenem Müll, den dutzende Freiwillige im Rahmen der Aktion "Unser sauberes Schleswig Holstein" einsammelten.

Ein Aufräum-Trupp der Arbeitsgemeinschaft Wandern und Radfahren der Heimatgemeinschaft Eckernförde durchstöberte die Wiesen und Knicks an der Ostlandstraße. "Wir laufen gerne durch eine saubere Natur", erklärte Gemeinschaftsmitglied Elke Stöhr, warum sie sich an der Aktion beteiligt. "Besser wäre es, wenn die Leute, die den Schrott hingeschmissen haben, ihn auch selbst wieder aufsammeln würden." Eine weitere Dame und sechs Herren dieser Gruppe der Heimatgemeinschaft säuberten diesen Teil von Eckernförde.

Eine Frau, die in einer Unterkunft an der Ostlandstraße wohnt und die Müllsammler beobachtete, wünscht sich, dass die Stadtverwaltung einen Abfalleimer an dem Weg hinter dem Lidl-Markt aufstellt. "Ich habe beobachtet, das vorbeifahrende Radfahrer ihren Müll einfach fallenlassen", so die Anwohnerin, "ein Eimer könnte vielleicht Abhilfe schaffen."

Zwei Familien aus der Nachbarschaft waren ebenfalls unterwegs im "Lidl-Knick", wie Anwohnerin Angela Pabst den Weg von der Geschwister-Scholl-Straße hinunter zum Supermarkt nennt. Als "Geschicklichkeitsparcours" bezeichnete Ehemann Manuel Pabst die

Müllsammelaktion: "Überall liegt Hundekot herum, dem man ausweichen muss." Die Pabsts pickten in 25 Minuten gemeinsam mit Familie Faltien eine Schubkarre voll leerer Flachmännern aus den ersten 100 Metern des Knicks. Der besondere Fund: ein 35 cm langes Brotmesser.

Auch Taucher nahmen an der gemeinsamen Aufräumaktion teil. Insgesamt gingen im Hafen und am Strand 16 Frauen und Männer in das nur 3 Grad warme Wasser. Am Ende des öffentlich zugänglichen Seestegs zog OIC-Mitarbeiter Marco Knaup nach einer Stunde den ersten Kartoffelsack nach oben. Aus acht Metern Tiefe beförderten die Taucher Sönke Staack und Tobias Lützen einen alten Fußball, einen Angelköder und Leergut hinauf. 50 Meter weiter an der nur für Segler zugänglichen Stegspitze brachte Tauchlehrer Torsten Buch aus Büdelsdorf ein mit Algen bewachsenes Rennrad ans Tageslicht. Die Aktion "Unser sauberes Schleswig-Holstein" - auch in diesem Jahr kann sie als Erfolg gewertet werden.

 

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erstellt am 28.Mär.2011 | 06:31 Uhr

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