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Nooröffnung, Bahnhof, Borby : Eckernförde im Jahr 2025

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürgermeister Jörg Sibbel hat auf Einladung des Altstadtvereins die Entwicklung der Stadt in den kommenden Jahren skizziert.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2014 | 05:59 Uhr

Wie soll sich Eckernförde bis zum Jahr 2025 entwickeln? Der Altstadtverein unter der Leitung von Günter Haß wollte es wissen, und der Bürgermeister gab die Antwort. Rund 60 Gäste kamen am Montagabend in das Gebäude des Finanzamtes, wo Jörg Sibbel 40 Minuten lang eine Bilanz der Entwicklung in den letzten Jahren gab und einen Blick in die Zukunft warf.

Haushaltskonsolidierung, Tourismus, Schul- und Stadtentwicklung – Sibbel stellte die Stadt in allen Punkten als erfolgreich dar, verschwieg aber nicht die Schattenseiten, zum Beispiel steigende Mieten und Immobilienpreise. Er schlägt vor, dem mit der Ausgabe von Erbbaurechten und öffentlich gefördertem Wohnraum entgegenzuwirken. Größere Bauvorhaben sollten dazu angehalten werden, einen festen Teil der Wohnungen als öffentlich geförderten Wohnraum zu besonders günstigen Konditionen anzubieten – in allen Teilen der Stadt.

„Enormes Potenzial“ biete die geplante Nooröffnung als Aufwertung des Gebietes zwischen Windebyer Noor und Innenhafen. Das Projekt sei noch lange nicht vollendet. „Die wichtigsten Schritte stehen uns noch bevor.“ Sibbel kündigte ein „weiterhin transparentes Verfahren“ unter Einbeziehung der Bürger an. In Kürze werde ein erstes Modell zur Nooröffnung präsentiert, um die Planung zu veranschaulichen.

Kritik kam an dieser Stelle von Zuhörer Dr. Falk Büttner. Mit der derzeitigen Planung für die Nooröffnung sei eine sinnvolle verkehrliche Verbindung zwischen Eckernförde und Borby nicht möglich. Auch Wolfram Splittgerber attestierte: „Das kann nicht gut gehen.“ Sibbel verwies auf verschiedene Gutachten und darauf, dass der ursprüngliche Siegerentwurf für die Ausgestaltung der Nooröffnung noch einmal auf die verkehrliche Machbarkeit hin überarbeitet worden sei.

Nur wenige Meter weiter soll das Bahnhofsgebäude ersetzt und in ihm ein Kino mit fünf Sälen etabliert werden. „Die exponierte Lage verträgt auch moderne Architektur, deren konkrete Ausgestaltung durch einen Wettbewerb ermittelt werden muss“, so Sibbel. Es biete sich die Chance, an diesem „städtebaulich reizvollen Standort ein neues Entrée für die südliche Innenstadt zu entwickeln“. Ganz vorsichtig nannte er die Jahre 2016/17 für die Fertigstellung.

Im Falle Borbys plädiert Jörg Sibbel für den Erhalt der dörflichen Strukturen und der beiden Schulen sowie für die Ansiedlung eines Einzelhändlers im Bereich der Prinzenstraße. Für eine Umgestaltung des Jungmannufers in eine Fußgängerzone sprach sich Lorne Marckwardt aus: Die Verkehrsströme der Bundeswehr sollen sich zukünftig ändern und nur noch über die Bundeswehrstraße (L 26) führen. Das wollte Jörg Sibbel nicht bestätigen, aber auch nicht abstreiten. „In so einem Fall bietet sich eine Verkehrsberuhigung für das Jungmannufer förmlich an.“

Ein neues Hotel mit großer Bettenzahl nannte Sibbel als Ziel, ebenso die barrierefreie Pflasterung der Kieler Straße und die Wirtschaftsförderung. Gerade junge Menschen gelte es in der Stadt zu halten, indem genügend Ausbildungs- und Arbeitsplätze vorhanden sind.

Damit die Herausforderungen in den unterschiedlichen Bereichen aufeinander abgestimmt gelöst werden können, will Bürgermeister Sibbel die aktuellen Grundlagenplanungen, wie Lärmaktions-, Schul- und Sportentwicklungspläne sowie die Konzepte für Radverkehr, öffentlichen Nahverkehr und Wohnraumversorgung in einem Leitbild für die Stadt zusammenführen. Dieses Leitbild „Eckernförde 2025“ solle herausstellen, welche Potenziale die Stadt hat, und festlegen, welche Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt werden sollen.

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