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Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 09:56 Uhr

Piratentage : Eckernförde gehört den Piraten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Überfall mit Kanonen, Schwertern und wilder Entschlossenheit: Die Piraten nehmen Eckernförde im Sturm. Das bunte Treiben der Piratentage geht das ganze Wochenende.

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2014 | 19:49 Uhr

Eckernförde | Die Fischer sind besiegt, die Stadtwachen außer Gefecht, die Sirenen gefangen und die Stadtkasse  geraubt – die  Piraten haben Eckernförde am Freitagabend im Handstreich genommen. Aber: Der legendäre und 17 Jahre lang unangefochtene Käpt’n Piet hat einen Widersacher bekommen. Käpt’n Black macht ihm die Führungsrolle streitig. Erstmals in der Geschichte des Piratenüberfälle wagt es jemand aus den eigenen Reihen, dem Anführer öffentlich die Stirn zu bieten. Der Streit am Schandturm (Rundsilo) war unübersehbar. Kommt es am Wochenende zum großen Showdown der Bösewichter?

Darauf können die Eckernförder nur hoffen, denn zu deutlich war auch Freitagabend wieder die Übermacht der Freibeuter, die Eckernförde ausplündern. Mit drei stolzen Schiffen landeten sie um 17 Uhr vor dem Eckernförder Strand, sprangen von Bord und schwammen mit grimmigen Mienen und unterstützt mit Kanonenschüssen von Bord der „Ubena von Bremen“ und aus den Handfeuerwaffen der Piraten in Richtung Eckernförde. Die Fischer waren in heller Aufruhr, die Schmauchbrüder Rudi Göttsche, Freddy Dreymann, Jannik Stein und Thomas Kleinoth sowie Annegret Dewald, Gabriele Jehnert, Martina Herbst und Christa Plambeck vom Böllerregiment Hamburg feuerten mit ihren Kanonen und Pistolen zwar aus allen Rohren ein Gemisch aus Schwarzpulver und Mehl auf die Angreifer ab, doch die Übermacht aus wilder Entschlossenheit, Kampferfahrung und gnadenlosen Zupackens war auf Dauer einfach zu groß. Nach 15 Minuten war die Sache entschieden – Eckernförde gehört den Piraten. Kommodore Snorrington, der Kommandeur der Stadtwache,  wurde von den Piraten mit Schimpf und Schande davon gejagt. 

Die Kampfstätte am  Strand war von vielen hundert Zuschauern dicht umlagert. Sie bestaunten die wilden Kämpfe und genossen das Spektakel, das wieder einmal von Peter Thietje als Käpt’n Piet glänzend vorbereitet war. Die gut 40-köpfige Truppe bot den Zuschauern jede Menge Stunts, Kanonendonner und ein echtes Piratenspektakel. Allein die Anfahrt der Schiffe – die Kogge Ubena von Bremen, der  Traditionssegler Jachara und der Segelkutter des Segelclub Eckernförde – war beeindruckend. Das war Freiluft-Action vom Feinsten.

Die meisten Zuschauer pilgerten anschließend zum Rathaus. Dort wartete der nächste Höhepunkt der turbulenten Eröffnung des Piratenspektakels auf die Besucher. Im Rathaus hatten sich in Abwesenheit des Bürgermeister die beiden Stadt-Sirenen Karin Himstedt und Katharina Heldt verschanzt. Bei ihnen der von den Piraten als  „Hinterhältiger Klaus“ getaufte Wächter der Stadtkasse, Klaus Kaschke.  Sie kämpften zwar wacker, aber auch sie hatten letztlich keine Chance. Sie verloren zwar das Geld, retteten aber ihr Leben.

Mit großem Getöse und Gefolge – mit dabei auch Drums & Pipes –  ging es dann zum Schandturm am Hafen – mit besagter dramatischen Zuspitzung, die den Piraten noch Kopfzerbrechen machen dürfte. 

Samstag und Sonntag wird das bunte, piratische Leben am Hafen, in der Innenstadt und am Strand weiterhin für viel Wirbel sorgen.

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