Eckernförde empfängt die Borbyer Gilde und „King Mum“

Fahnenträger, Öllermann und Königvorweg und am TuS-Blasorchester vorbei, zieht die Borbyer Gilde zum Empfang ins Rathaus ein.  Fotos: Kühl
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Fahnenträger, Öllermann und Königvorweg und am TuS-Blasorchester vorbei, zieht die Borbyer Gilde zum Empfang ins Rathaus ein. Fotos: Kühl

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29. Mai 2018, 06:32 Uhr

Nach der Bürgerschützengilde durfte sich auch die Borbyer Gilde über feinstes Gildewetter freuen. Der Wolkenbruch in der Nacht zum Gildemontag hatte sich exakt im richtigen Zeitfenster über Eckernförde entladen, beim gestrigen Empfang im Rathaus herrschte wieder Kaiserwetter. Schon bevor die Hauptakteure aus Borby – die traditionell immer im Bus nach Eckernförde anreisen und den Gang über die Holzbrücke aus historischen Gründen meiden - um kurz vor 15 Uhr eintrafen und während des gesamten Empfangs, gab das Blasorchester der Turn- und Spielvereinigung (TuS) Eckernförde und der Spielmannszug Drums & Pipes ein gemeinsames Platzkonzert auf dem Rathausmarkt, mit dem die vielen Zuschauer bestens unterhalten wurden. Mit Fahnenschwenker Joachim Fey vorneweg marschierte die Borbyer Delegation mit dem neuen König Patrick Mambrey, dem Vorsitzenden Lorenz Marckwardt, dem neuen Öllermann Gerd Neve, Zwölfer, Vorstand, Juchfrauen, Schaffer und weiteren Funktionsträgern ins Rathaus ein. Dort warteten bereits Bürgermeister Jörg Sibbel, Bürgervorsteherin Karin Himstedt und einige Ratsmitglieder. Auch die Vertreter der Bürgerschützengilde mit Majestät Karsten „der Kaufmännische“ an der Spitze, der Eckernförder Beliebung und der Plattdüütsch Gill waren vertreten.

Bürgermeister Sibbel hielt seine Ansprache wie immer auf Plattdeutsch, begrüßte den neuen König von Borby aus der Gilde-„Dynastie“ Wiebenson/Mambrey. Seine Mutter Anja Mambrey sei nicht nur Juchfrau in Borby, sondern seit Sonnabend auch „King Mum“. Sibbel hob den großen ehrenamtlichen Einsatz hervor, ohne den „die drei tollen Tage von Borby“ undenkbar wären. „Die fröhliche Stimmung springt auf die ganze Stadt über“, das sei nur möglich durch die Arbeit vieler ehrenamtlich tätiger Menschen, die sich oft schon seit Jahren und Jahrzehnten für die Borbyer Gilde einsetzen. Juchfrauen, Schaffer, Fahnenschwenker, alle Offiziellen von der Losverkäuferin bis hin zum Vorsitzenden und Öllermann leisteten Großes im Sinne der Gemeinschaft und der Stadt. „Dafür unseren ganz herzlichen Dank“, sagte Sibbel. Er dankte Lorenz Marckwardt, der seit 17 Jahren die Borbyer Gilde verkörpere wie kein anderer, und der für seinen Einsatz von Ministerpräsident Daniel Günther mit dem Verdienstorden des Landes geehrt worden sei.

Nachdem der frisch polierte Jungmannpokal aus dem Jahr 1849 die Runde gemacht hatte, dankte Marckwardt der Stadt für den „tollen Empfang“, es war bereits der 54. im Rathaus. Auch der Gilde-Chef wies auf den enormen Einsatz vieler Freiwilliger hin, die zum Teil extra Urlaub nehmen, um bei den Vorbereitungen mitzuhelfen. „Das Ehrenamt kann man gar nicht hoch genug loben“, er habe regelrecht „Ehrfurcht“ davor. Die Borbyer Gilde sei eine „Gilde zum Anfassen, jeder darf bei uns mitfeiern, so soll es bleiben“. Viel Beifall gab es für ein Gedicht über Borby, das Marckwardt zum Abschluss vortrug. Danach trugen sich alle ins Goldene Buch der Stadt ein, bevor es zum Weiterfeiern zurück nach Borby ging.

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