zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

20. August 2017 | 14:01 Uhr

Eckernförde dankt den Ehrenamtlern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Stadt vergibt 15 Ehrennadeln an langjährig ehrenamtlich tätige Bürger / Großes Lob für uneigennützigen Einsatz / Bürgermeister übt Kritik an Politik

Überschattet von den Terroranschlägen in Brüssel hat die Stadt Eckernförde gestern Abend beim Bürgerempfang im Rathaus allen Bürgern gedankt, die sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl einsetzen. Bürgermeister Jörg Sibbel und Bürgervorsteherin Karin Himstedt haben in ihren Ansprachen dieses außerordentlich große Engagement gewürdigt und 15 Bürger für ihren Einsatz mit der Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet. Damit wächst die Zahl der Eckernförder Ehrennadelträger auf 152 Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße in unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich engagieren.

Der Bürgermeister hob in seiner Begrüßung im festlich dekorierten Ratssaal und im Beisein vieler Ehrengäste die „außerordentlich gut Entwicklung Eckernfördes“ in den vergangenen Jahren hervor. Das bestätigten die Bürger immer wieder, dafür spreche auch „das große Interesse weit über die Stadtgrenzen hinaus, in Eckernförde zu wohnen, einzukaufen oder Urlaub zu machen. Eckernförde ist derzeit – noch – gut aufgestellt und hierzu haben das große ehrenamtliche Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger sowie die gemeinsamen Anstrengungen von Wirtschaft, Politik und Verwaltung maßgeblich beigetragen“, sagte Jörg Sibbel, der anschließend auf die vielen Themen und Facetten der bislang sehr positiven städtischen Entwicklung einging. Er ließ aber auch Kritik anklingen. „Der Erfolg war nur möglich, weil sich die Politik in der Vergangenheit durch ein über Parteigrenzen hinweg konstruktives Miteinander mit verlässlichen Beschlüssen und einem Grundkonsens zur weiteren Entwicklung Eckernfördes ausgezeichnet hat.“ Die Politik habe sich dabei von der Stadtverwaltung beraten lassen, „die davon ausgehen konnte, dass getroffene Entscheidungen auch nachhaltig Bestand haben. Um unsere Stadt weiterhin in eine erfolgreiche Zukunft führen zu können, müssen diese aus meiner Sicht derzeit leider nicht mehr gegebenen Voraussetzungen wiederhergestellt werden“, sagte Sibbel.

Bürgervorsteherin Karin Himstedt betonte, dass viele Bereiche des öffentlichen Lebens und sozialen Lebens ohne ehrenamtlich tätige Bürger kaum existieren könnten. „Wenn wir bedenken, wie viel Kraft in der Regel schon die alltäglichen Aufgaben in Anspruch nehmen, ist es umso mehr zu schätzen, dass es Menschen gibt, die sich zusätzlich Zeit nehmen, um für andere da zu sein, ein Projekt auf die Beine zu stellen oder in einem Verein mitzuarbeiten.“ Ganz gleich wo, ob in der Feuerwehr, in der Kleiderkammer oder im Blutspendedienst, bei der Betreuung von Kindern, Senioren oder kranken Menschen oder als Übungsleiter in einem Verein – „es ist dieses ’Mehr’ über die Pflicht hinaus, das unsere Stadt zu dem macht, was sie ist“, sagte Himstedt. Neben den herkömmlichen ehrenamtlichen Aufgaben sei im vergangenen Jahr eine weitere hinzugekommen – die anhaltende Zuwanderung stelle die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Nur dank der Bereitschaft vieler ehrenamtliche Helfer, die sich auch in Eckernförde in der Flüchtlingsarbeit uneigennützig engagierten, sei es möglich gewesen, die Flüchtlinge zu betreuen und bei ihrer Integration zu unterstützen.

Ehrenamtliches Engagement sei eine nicht weg zu denkende Säule des Gemeinwesens. „Darum verdient jeder, der ehrenamtlich aktiv ist, Dank, Anerkennung und Respekt“, sagte die Bürgervorsteherin. Sie gewährleisteten durch ihren Einsatz „eine gute Lebensqualität in unserer Stadt.“ Um diese Verdienste öffentlich zu machen und das Ehrenamt zu stärken, habe die Ratsversammlung 2001 beschlossen, Bürger für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz mit der Ehrennadel der Stadt Eckernförde auszuzeichnen.

Anschließend wurde der Einsatz jedes einzelnen der 15 neuen Ehrennadelträger ausführlich gewürdigt. Für die stimmungsvolle und inspirierende musikalische Begleitung sorgten Nora Blumenau (Gesang) und Dr. Werner Loll (Piano).


Karte
zur Startseite

von
erstellt am 23.Mär.2016 | 06:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen