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Stadtleitbild : „Eckernförde 2025“: Bürger reden mit

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Politik und Verwaltung bereiten die Fortschreibung des Eckernförder Stadtleitbildes vor. Dabei sind Ideen und Projekte für die Zukunft gefragt. Auch die Bürger sollen frühzeitig in Stadtteilworkshops in den Prozess eingebunden werden.

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erstellt am 11.Apr.2014 | 06:15 Uhr

Eckernförde | Die anhaltend dynamische Entwicklung der vergangenen Jahre erfordert eine zukunftsgerichtete Rahmenplanung. Stadtverwaltung und Politik wollen diesen Prozess jetzt unter dem Arbeitstitel „Eckernförde 2025“ anschieben und das vorhandene Stadtleitbild aus dem Jahr 2006 fortschreiben. Im Hauptausschuss stellte Bürgermeister Jörg Sibbel am Mittwochabend im Rathaus den Fahrplan vor. Da die CDU-Fraktion ergänzend noch einige Änderungswünsche eingebracht hat, wird die Leitbild-Diskussion auf Anregung mehrerer Fraktionen vor einer weiteren öffentlichen Beratung zunächst in den Fraktionen geführt. Erst dann wolle man sich zu inhaltlichen Fragen und zum Projektablauf äußern.

Zwölf separate Gutachten, Leitfäden, Konzepte und Pläne vom Verkehrskonzept über den Schulentwicklungsplan bis zum Sportentwicklungsplan hat die Stadt seit 2004 in Auftrag gegeben und Teilentwicklung danach ausgerichtet. Nun soll ein übergeordnetes Leitbild dem Ganzen für das nächste Jahrzehnt eine Richtung geben. Statt die Einzelstudien übereinander zu legen und aus der Schnittmenge ein neues Leitbild am grünen Tisch zu entwickeln, geht Eckernförde einen anderen, bürgernaheren Weg. Wie dieser genau aussehen wird, muss noch beraten und definiert werden, das es so kommt, steht allerdings fest. Auf jeden Fall sollen die Bürger in den Prozess eingebunden und ein externer Projektentwickler mit der Durchführung beauftragt werden. 45000 Euro sollen dafür im Haushalt bereitgesetllt werden. Und es sollen, darauf legte Bürgervorsteherin Karin Himstedt (CDU) besonderen Wert, keine „Sprechblasen“ produziert, sondern konkrete Schritte und Maßnahmen abgeleitet werden, die auch umgesetzt werden sollen. „Jedem Leitthema soll mindestens ein konkretes Projekt zugeordnet werden“.

Inhaltliche Themen wurden im Hauptausschuss noch nicht erörtert, stattdessen ging es um das Wie und Wann. Die Verwaltung möchte mit einem halbtägigen verwaltungsinternen Workshop und einem anschließenden Gespräch mit Vertretern der Politiker starten, danach „Schlüsselakteure“ befragen, die Ergebnisse im Rahmen einer Stärken-Schwäche-Analaye einbinden und die Resultate dann auf einer Bürgerversammlung vorstellen. Anschließend soll es für die Bürger einen Info-Stand in der Innenstadt geben, die Pläne sollen im Internet präsentiert und es sollen in Schulen gezielt Kinder- und Jugendliche angesprochen werden. Danach sollen die Themen Demografie und Wohnraumversorgung, Einzelhandel, Gewerbe und Arbeit, Mobilität, Erholung, Freizeit und Tourismus, Bildung, Gesundheit und Soziales sowie Kommunikation und Marketing in Arbeitsgruppen vertieft werden und in den Entwurf des Leitbildes „Eckernförde 2025“ einfließen. Dieser Entwurf soll dann öffentlich vorgestellt werden, Änderungen noch in die Beschlussvorlagen für die Ratsversammlung aufgenommen werden.

Der CDU schwebt ein anderes Verfahren vor. Himstedt schlug einen gemeinsamen Workshop von Verwaltung und Politik vor („Von der Verwaltung nur informiert zu werden, ist uns ein bisschen wenig“). Es sollte ein Lenkungskreis für die Projektsteuerung gebildet werden und es sollten zügig Stadtteilworkshops beginnen,. in den die Bürger ihre Vorstellungen zum Leitbild äußern können. Erst danach sollen die Ergebnisse in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Wichtig sei es, auch die Ideen und Wünsche der jungen Eckernförder zu berücksichtigen.

Edgar Meyn (Grüne) machte seinem Unmut Luft, dass es zwar viele Konzepte gebe, aber die Zielrichtung noch nicht klar sei. „Wir haben unsere Hausaufgabe noch nicht gemacht, das geht alles zu schnell und ist zu umfangreich. Das Mosaik hat noch keine Ecken, in die es passt.“ Rieke Boomgaarden (Bürger-Forum) forderte einen schnellen Beginn der Workshops.

 

 

 

 

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