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Gemeindefest : Echte Partner: „Ost und West? – Das ist Geschichte“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Altenhof feiert Gemeindefest und Mauerfall mit gleichnamiger Partnergemeinde aus Brandenburg

Altenhof | Gedanken zu den Ereignissen 25 Jahre deutsche Einheit und Gemeindepartnerschaft, Ausflüge in die Region, Klönschnack, Musik und Tanz: Insgesamt über 100 Einwohner und 23 Gäste aus dem Partnerort Altenhof am Werbellinsee, heute Teil der Gemeinde Schorfheide in Brandenburg, feierten am Wochenende zusammen das Gemeindefest. Die Gemeindepartnerschaft entwickelte sich kurz nach der Grenzöffnung über die Kontakte der Feuerwehren beider Gemeinden. Das vielfältige Programm, das der Sozial- und Kulturausschuss zusammengestellt hat, mit Ausfahrt mit dem Fischkutter, Besuch des Ostsee-Infocenters, Stadtführung mit Räuchereimuseum, geologischer Führung am Strand, Kletteraktion im Hochseilgarten, Fest mit Musik und Tanz am Abend sowie Frühshoppen mit Blasmusik am Sonntagvormittag, kam bestens an. „Ich fand es ein sehr gelungenes Fest“, fasste Altenhofs Bürgermeister Andreas Moll abschließend zufrieden zusammen. „Und ich denke, dass das von allen so gesehen wurde.“ Ehrenbürgermeister Hilmar Marohn habe es sehr treffend formuliert in seiner Ansprache. Man habe nie eine Patenschaft übernommen, sondern eine Partnerschaft geführt, sei sich immer auf Augenhöhe begegnet. „Das ist der Grund dafür, dass die menschlichen Beziehungen so gewachsen sind“, ist sich der heutige Bürgermeister sicher. Ähnlich sieht es auch Wolfram Malkus, seit zehn Jahren Ortsvorsteher der Partnergemeinde in Brandenburg. „Ost und West – das ist vorbei“, hob er überzeugt hervor. „Das ist Geschichte.“ Die Jugend mache da ohnehin keinen Unterschied mehr. Die Partnerschaft bedeutet ihm viel. Er kommt nahezu jedes Jahr mit Gästen zum Erfahrungsaustausch und um die entstandenen Freundschaften zu pflegen. Diesmal haben sie als Gastgeschenk eine neue Einheitslinde mitgebracht. Die erste, die vor 25 Jahren am Feuerwehrgerätehaus in Altenhof gepflanzt worden war, hat 2013 der Orkan Christian entwurzelt. Die neue Linde soll an der alten Stelle eingesetzt werden.

Einer der Höhepunkte im Tagesprogramm war der Besuch des Herrenhauses auf dem Gut Altenhof. Über 40 Interessierte ließen sich von Eigentümer Felix von Bethmann-Hollweg und Klara Frantz und durch die Geschichte des Gutes und die Räume des Herrenhauses führen. „Wir freuen uns sehr, dass Sie sich so für die Geschichte des Gutes interessieren“, erklärte der Hausherr. „Es ist eine große Freude, gleichermaßen aber auch eine hohe Verantwortung, dieses Gut, das über 300 Jahre in der Familie ist, weiterzuführen.“ Seit dem Zweiten Weltkrieg lebt die Familie Bethmann-Hollweg in Altenhof, die vorher acht Kilometer von Brandenburg zu Hause war. „Kurios“, merkte Felix von Bethmann-Hollweg an. „Wir sind im Grunde immer in der Nähe der Gemeinde Altenhof gewesen. Hüben wie drüben.“

 

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