Kommentar : Drohende Havarie

Zukunft der Entbindungsstation

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15. März 2017, 06:03 Uhr

Eckernförde | Nach und nach gewinnt die Sache an Kontur. Nach und nach kommen die wahren Gründe für die erneut drohende Havarie der Entbindungsstation ans Tageslicht. Nach der überschäumenden Kritik der FDP Eckernförde-Schlei-Ostsee mit einem Rundumschlag gegen alle handelnden Akteure Ende vergangener Woche und der Rücktrittsforderung der Elterninitiative an die Adresse von Imland-Geschäftsführer Dr. Hans-Markus Johannsen Anfang dieser Woche, liefern die vier Belegfrauenärzte aus Eckernförde jetzt die dazugehörigen Fakten. Im Fokus: die Alimentierung und Sicherstellung der belegärztlichen Tätigkeit durch die weitgehende Übernahme der schmerzhaft hohen Haftpflichtprämien durch die Imland Klinik und deren rechtliche Absicherung. Die Gynäkologen hegen nach Rücksprache mit Fachanwälten zwar wenig Zweifel an der Rechtssicherheit, aber die von der Geschäftsführung aufgebaute Drohkulisse einer möglichen Gefängnisstrafe wegen des Verstoßes gegen das neue Anti-Korruptionsgesetz geht auch an ihnen nicht spurlos vorüber. Obwohl das Thema bereits seit 2016 bekannt ist, wurde erst jetzt auf Betreiben des Kreises als Eigentümer die Einholung eines Rechtsgutachtens veranlasst. Warum so spät?

Skepsis ist angebracht ist, man sollte genau schauen, welcher Fachanwalt das Gutachten erstellt. Die Top-Geburtshilfe in Eckernförde darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Dafür ist sie viel zu wichtig.

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