zur Navigation springen

Hilfe für die Menschen in Masuren : DRK verteilt elf Tonnen Hilfsgüter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hilfstransport des DRK-Ortsvereins Fleckeby startet heute mit Bekleidung, Möbeln und medizinischer Versorgung an Bord nach Masuren

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 06:44 Uhr

Es ist mittlerweile der 19. Hilfstransport, der unter Schirmherrschaft des Deutschen Roten Kreuzes aus Fleckeby und Umgebung heute nach Masuren, in den polnischen Teil des ehemaligen Ostpreußen startet. „Im letzten Herbst fiel ein geplanter Transport kurzfristig aus, weil der DRK-Landesverband in Kiel seinen Lastzug wegen der Flüchtlingseinsätze nicht zur Verfügung stellen konnte“, berichtet der Organisator und stellvertretende Ortsvorsitzende Dr. Wilfried Groß. „Das war bedauerlich, denn eine komplette Ladung mit dringend benötigten Gütern wie Krankenbetten, Inkontinenzartikeln und viel guter Winterbekleidung blieb liegen“. Inzwischen habe sich die Situation aber entspannt, und der Lastzug kann wieder genutzt werden.

Als Begleitfahrzeug steht dem Helferteam ein Kleinbus von der Internatsstiftung Louisenlund zur Verfügung, an den noch ein Anhänger gehängt wird, um so viel wie möglich an Hilfsgütern auf den 1100 Kilometern mitzunehmen. Die Mannschaft von sechs ehrenamtlichen Begleitern rekrutiert sich aus Güby und Fleckeby. Mit dabei sind neben Dr. Groß noch Heinz Meggers, Dirk Jacobs, Manfred Sorgenfrei, Kay Roland und Günter Taubert.

Den Frachtraum bis in den letzten Winkel ausgefüllt, konnten in den letzten Tagen etwa elf Tonnen an Hilfsgütern, unter anderem Bekleidung, Schuhe, Bettwäsche, Möbel und viele medizinische Hilfsmittel, aus dem Lager in der Kai-Uwe-von-Hassel Kaserne Kropp verladen werden. Einige Soldaten haben wieder geholfen, worüber der Ortsverein dem Geschwader „Immelmann“ sehr dankbar ist.

Standort auf der einwöchigen Tour ist das Gästehaus der evangelischen Kirchengemeinde Mikolajki/Nikolaiken. Von dort aus werden sieben Städte und Gemeinden zwischen Pisz/Johannisburg im Süden und Wegorzewo/Angerburg im Norden angesteuert, um mit der Hilfsladung das polnische Rote Kreuz, Sozialämter, medizinische Sozialstationen, Krankenhäuser, Altenheime, Kirchengemeinden und deutsche Vereine zu unterstützen.

„Nach wie vor ist die Bedürftigkeit in Masuren groß, und die Menschen freuen sich sehr über die Hilfe aus Deutschland“, betont Groß. Teilweise läge die Arbeitslosigkeit bei 30 Prozent und manchmal müssten alte Menschen mit ihrer Rente von kaum mehr als 200 Euro noch Kinder und Enkel unterstützen, weil keine Arbeit da ist. „Eine medizinische Grundversorgung ist in Polen gegeben, aber in weit größerem Maße als bei uns müssen medizinische Hilfsmittel selbst bezahlt werden“, berichtet Groß von der Situation vor Ort. Aus diesem Grunde sei es besonders wichtig, in der Ladung Rollstühle, Rollatoren, Gehhilfen, Inkontinenzartikel und elektrischen Krankenbetten für die häusliche Pflege mitzuführen, um den medizinischen Sozialstationen Unterstützung für die Betreuung bedürftiger kranker und alter Menschen zu geben.

 

>Spendenkonto: IBAN DE04 2105 0170 1400 1303 89 zu unterstützen.






Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen