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Altkleider-Konkurrenz : DRK-Container bleiben – wenn Pacht gezahlt wird

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Sozialausschuss hat sich in der Frage von Altkleidercontainern für die Gleichbehandlung von AWR und DRK ausgesprochen. Beide sollen für die zur Verfügung gestellte Fläche Pacht zahlen.

Der DRK-Kreisverband Rendsburg-Eckernförde darf seine vier Container für Alttextilien beim Wendehammer An der Lasbek in Surendorf stehen lassen. Bedingung ist jedoch, dass das DRK mit seinem Sammelsystem als Konkurrent zum AWR-Sammelsystem ebenfalls ein angemessenes Pachtentgelt zahlt. Das beschloss der Sozialausschuss der Gemeinde Schwedeneck in seiner Sitzung am Dienstag bei einer Gegenstimme.

Hintergrund ist, dass die Gemeindevertretung im vergangenen Dezember beschloss, die bisher dem DRK zur Verfügung gestellten Flächen zur Aufstellung von Altkleider-Containern zukünftig an die AWR zu verpachten. Die Gemeinde hatte sich jedoch vorbehalten, falls die Sammlungen des DRK als gemeinnützig anerkannt würden, zu prüfen, ob dem DRK ebenfalls Flächen für Altkleidercontainer zur Verfügung gestellt werden können. Inzwischen hat das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) die Gemeinnützigkeit der Sammlungen des DRK-Kreisverbandes anerkannt. Bürgermeister Gustav Jonas (SPD) wies jedoch darauf hin, dass der Kreis die Gemeinnützigkeit der Sammlungen wegen der Zusammenarbeit des DRK mit Privatunternehmen in Frage stellt. Der Kreis prüfe derzeit eine Klage gegen das DRK, ob die Gemeinnützigkeit gegeben ist. Und weiter gab er zu bedenken, dass das Geld aus den Sammlungen bei den DRK-Ortsvereinen leider nicht ankomme.

Das sieht man beim DRK- Ortsverein anders. In seiner Broschüre weise der DRK-Kreisverband explizit darauf hin, dass die Erlöse aus dem Betrieb der Altkleider-Container eine sehr wichtige Finanzierungsquelle für die Arbeit des DRK sind und 40 Prozent der frei verfügbaren Eigenmittel des Kreisverbandes ausmachen, meinten der Vorsitzende Danilo Klein und Vorstandsmitglied Martina Tischmann vom DRK-Ortsverein Schwedeneck nach der Sitzung. Fielen diese Einnahmen weg, wäre mit deutlichen Einschnitten oder hohem kommunalen Subventionsbedarf für die Hilfeleistungen des DRK für die Allgemeinheit zu rechnen.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 06:50 Uhr

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