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Dringend gesucht: Neue Mitglieder für die Wehren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kreisfeuerwehrverband feiert im Mai sein 125-jähriges Bestehen

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2017 | 18:10 Uhr

„Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“, freute sich Kreiswehrführer Mathias Schütte gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Rendsburg-Eckernförde am Freitagabend im Hohen Arsenal in Rendsburg. Denn die 125. Zusammenkunft der Delegierten aus den Wehren stellte gleichzeitig den Startschuss in das Jubiläumsjahr des Verbandes dar, welches im Mai mit Festkommers und Hilfeleistungstag gebührend gefeiert werden soll.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand jedoch der Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate. Dabei konnte Mathias Schütte mit 3191 Alarmierungen das zweite Jahr in Folge gesunkene Einsatzzahlen vermelden. „Durch die Aus- und Fortbildungen seid ihr aber auch gut ausgelastet gewesen“, erklärte der Kreiswehrführer den anwesenden Kameradinnen und Kameraden. Insgesamt 446 Lehrgänge seien auf Landesebene und 3663 auf Kreisebene absolviert worden. „Es macht einen stolz, dass ihr diese Ausbildungen besucht“, so Schütte weiter. Mit Blick auf eine Investitionssumme von etwa 80 Millionen Euro, die dringend in neue Fahrzeuge anlegt werden müsste, hofft Schütte auf positive Signale vom Land: „Das wäre ein riesiger Schritt nach vorne“.

Im Rahmen der Veranstaltung nutzte Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer die Gelegenheit, sich bei der Kreiswehrführung für die „offene, vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit“ zu bedanken: „Ich freue mich, dass ich in Ihnen immer kompetente Partner finde“, so Schwemer. „Bei uns im Kreis engagieren sich knapp 7900 Kameradinnen und Kameraden in den Wehren, das ist eine sehr starke Zahl“, lobte der Landrat das Engagement vor Ort. „Damit sind wir größer als die Freie und Hansestadt Hamburg“, betonte Dr. Schwemer.

So konnte Kreiswehrführer Schütte auch melden, dass die personelle Situation mit 6845 ein leichtes Plus von acht aktiven Kameraden erfahren hat. Und auch die Jugendfeuerwehr im Kreis hat mit 1032 Mitgliedern nur eines weniger als zu Jahresbeginn. Etwas Sorge bereitet Mathias Schütte jedoch der Umstand, dass bei einem Viertel der Feuerwehren die Sollstärke von 27 Kameraden nicht mehr erreicht wird. „Wir wissen alle, dass neue Kameraden nicht auf Bäumen wachsen“, appellierte Schütte daran, in den Gemeinden neue Mitglieder zu werben, aber auch die aktive Kameradschaft weiter zu pflegen.

Gabriela Kirstein von der Feuerwehrunfallkasse kam in ihrem Grußwort auf die Problematik der modern gewordenen Bärte zu sprechen, die nach Atemschutz-Dienstvorschriften nicht erlaubt sind. „Wir möchten nicht irgendwann den Familien übermitteln müssen, dass der Kamerad durch giftige Gase ums Leben gekommen ist“, betonte Kirstein die Eigenverantwortung des Trägers für eine sicher sitzende Atemschutzmaske. Symbolisch überreichte sie daher dem Kreiswehrführer eine Kette aus Einmal-Rasierern. Verdiente Mitglieder wurden auch bei der Versammlung geehrt (siehe unten). Der Landrat danke seinem Kreisamtsrat Harald Westphal, der die Geschicke des Kreisfeuerwehrverbandes jahrzehntelang von Seiten der Verwaltung aus leitete. Westphal wechselt nun in den Ruhestand.

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