Ausbaupläne : Dreifache Müllmenge: Dehnhöft baut um

Hinter der Halle (rote Markierung) soll auf 2500 Quadratmetern die Sortierung des Recyclingmaterials neu organisiert werden.
Hinter der Halle (rote Markierung) soll auf 2500 Quadratmetern die Sortierung des Recyclingmaterials neu organisiert werden.

Bebauungsplan soll mehr Fläche für Recyclingbereich bringen.

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06. November 2013, 06:49 Uhr

800 Quadratmeter stehen auf der Abfallwirtschaftsanlage Dehnhöft für den Bereich Recycling zur Verfügung – zu wenig für die abgelieferte Menge. Die hat sich seit Inbetriebnahme der Anlage verdreifacht, erklärte Andreas Kirchhof, Betriebsleiter der OAR Biokompostierung und der Schrebers Erde gGmbH, warum es zu Stoßzeiten immer wieder zu Rückstaus bis auf die L 254 kommt. Dem soll nun mit einer Umstrukturierung der Anlage Rechnung getragen werden.

Der Bereich des Recycling sei zu optimieren, es brauche eine größere Fläche, machte Kirchhof am Montag im Bauausschuss deutlich. Ein 2500 Quadratmeter großer Streifen hinter der Halle soll für Entspannung sorgen, indem die Sortierung des Recyclingmaterials dort neu angeordnet wird. In dem Zuge wünscht sich die Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie (NGD) als Grundstückseigentümer, dass die Einzelgenehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz, die für die OAR Biokompostierungsanlage und den Recyclinghof vorliegen, und die Baugenehmigung für Schrebers Erde in einem Bebauungsplan zusammengeführt werden, skizzierte Kirchhof. Zudem solle auch dokumentiert werden, dass es sich um eine Behindertenwerkstatt handele, machte der Betriebsleiter weiter deutlich.

Der erforderlichen Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans stimmte der Bauausschuss am Montag zu. Die Kosten des Verfahrens sollen zu Lasten der NGD gehen.

Keine Veränderung wird es im Kreuzungsbereich Altenholzer Straße/ Klausdorfer Landstraße und Rote Kate geben. Wegen der Nähe zur Ampel an der Dänischenhagener Straße hatte die Verkehrsaufsicht des Kreises eine Ablehnung eines Zebrastreifens signalisiert. Den Vorschlag von Dieter Jessen (Bündnis 90/Die Grünen), die Bushaltespur in der Altenholzer Straße mitzunutzen, den Verkehr darüber zu verschwenken und eine Querungshilfe in Höhe Rote Kate/Klausdorfer Landstraße zu installieren, hielten sowohl CDU-, als auch SPD-Vertreter für nicht praktikabel. Jessens Antrag auf Umsetzung wurde mehrheitlich abgelehnt. Sowohl Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) als auch die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Karin Pfaff wiesen darauf hin, dass den Anwohnern der Klausdorfer Landstraße die Situation bekannt gewesen sei, bevor sie die Grundstücke kauften.

Anders sieht es dagegen in der Klausdorfer Straße in Höhe des Freesenbergs aus. Dort wird die Gemeinde versuchen, eine Genehmigung für einen Zebrastreifen zwischen den beiden Bushaltestellen vor dem Kreisverkehr zu bekommen, den die Politik angesichts der zahlreichen Senioren aus der neuen Wohnanlage für unerlässlich hält. Für die von Pfaff zusätzlich angeregte Geschwindigkeitsbegrenzung sah der Verwaltungschef wenig Aussicht auf Erfolg, das ein entsprechender Antrag schon einmal von der Verkehrsaufsicht abgelehnt worden sei.

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