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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 22:53 Uhr

Bildung : Drei Preise für Zukunfts-Tüftler

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gettorfer Isarnwohld-Schule bleibt für zwei weitere Jahre Zukunftsschule. Schüler erhalten Auszeichnungen für drei innovative Projekte.

Die Isarnwohld-Schule in Gettorf bleibt für weitere zwei Jahre eine von etwa 330 Zukunftsschulen in Schleswig-Holstein. Zu verdanken hat sie das Schülern der Jahrgangsstufe elf, wo gleich drei Teams bei verschiedenen Wettbewerben Preise abräumten und dafür in Kiel ausgezeichnet wurden.

Besonders erfolgreich war das Team „Bentofech“ beim Medien-Wettbewerb „Spiel mal Meer“. Mit ihrem Online-Spiel „Dem Dorsch wird’s in der Nordsee zu warm – wen interessiert das und warum?“ konnten Bennet, Tobias, Felix und Charline den zweiten Platz belegen. Ihre Leistung wurde mit 400 Euro Preisgeld belohnt. Bei der Vorbereitung auf ihr Spiel haben sie viel gelernt über die Erwärmung der Nordsee und die Folgen. Vorher hatten sie sich noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt. Neben wissenschaftlichem Interesse war auch eine Menge Kreativität bei der Projekt-Umsetzung gefragt. Zwei Filme, zwei Radiobeiträge und einen Comic haben sie gemeinsam erstellt. „Das war viel Arbeit, hat aber Spaß gemacht“, waren sich die vier einig. Sie würden sich jederzeit wieder an einem solchen Projekt beteiligen.

Beim Wettbewerb „Wie wollen wir in 70 Jahren wohnen?“ belegten Finn, Suneet, Norman und Tobias den dritten Platz. Sie bauten aus Legosteinen ein Modell ihres „Zukunfts-Hauses“. Das Wichtigste daran sei jedoch die Beschreibung gewesen, erklärten die jungen Tüftler. So gebe es im Keller eine Mini-Kläranlage, die das Abwasser wieder zu Trinkwasser aufbereitet. „Denn das Süßwasser wird in Zukunft knapper“, begründete Finn die Innovation. Die Belohnung: 200 Euro Preisgeld.

Beim Wettbewerb „Lifestyle“ landeten Silva, Ricarda und Samira auf dem vierten Platz. Sie hatten die Auswirkungen des menschlichen Lebensstils auf die Ozeane untersucht. Eigentlich hätten sie ja schon gewusst, dass dieser sich negativ auswirke, sagen die drei jungen Frauen. Die derart extremen Auswirkungen haben sie dann doch überrascht.

Die Projekte der Preisträger waren gleich im doppelten Sinne nachhaltig. Sie haben sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander gesetzt, wobei die gelernten Fakten sie länger begleiten werden als so manches Schulwissen, weil sie die Lernprozesse selbst gestaltet haben.

Lehrerin Michaela Torp-Wüstenberg ist stolz auf ihre Schüler. Sie hofft, dass die dreifache Auszeichnung ein Motivationsschub für das nächste Mal ist, sowohl für Schüler, als auch für Kollegen. Die Beteiligung an einem solchen Wettbewerb bedeutet nämlich viel zusätzliche Arbeit für alle Beteiligten. Sie wünscht sich, dass von den Auszeichnungen deshalb auch das Signal ausgeht, „dass sich Leistung lohnt“.

Die Isarnwohld-Schule wurde bereits zum zweiten Mal als Zukunftsschule ausgezeichnet. Bedingungen dafür sind unter anderem, dass sich die Schule mit mindestens zwei Projekten an den Wettbewerben beteiligt. Diese müssen alltagsbezogen und zielorientiert sein und mindestens zwei Seiten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (soziale, ökologische, ökonomische oder kulturelle Nachhaltigkeit) beinhalten.

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