Dreikönigssingen : Drei Könige bringen den Segen

Sie bringen als Sternsinger in diesem Jahr den Segen zu den Menschen: Die Geschwister Karline (10, v.r.), Florianne (6) und Enrika Günther.(7)
Sie bringen als Sternsinger in diesem Jahr den Segen zu den Menschen: Die Geschwister Karline (10, v.r.), Florianne (6) und Enrika Günther.(7)

Dreikönigssingen in Damp gestartet . Segen für die Menschen – Spenden für Kinderprojekte in der ganze Welt.

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05. Januar 2018, 06:37 Uhr

Damp | Die Buchstaben „C+M+B“ sind schon von weitem zu sehen. Sie stehen in Kreide geschrieben oder als Aufkleber über und auf Haustüren. Sie sind die Abkürzung für „Christus Mansionem Benedicat“, was soviel wie „Christus segne dieses Haus“ bedeutet. Die Zahlen am Anfang und am Ende des Segens bezeichnen das Jahr, in dem der Segen geschrieben wurde und der Stern erinnert an den Stern, dem die Heiligen Drei Könige gefolgt sind.

Seit bald 20 Jahren wird an der St.-Elisabeth-Kirche die Tradition, beim Dreiköningssingen mitzumachen, gepflegt. In diesem Jahr machten sich die Geschwister Florianne (6), Enrika (7) und Karline (10) Günther aus Hannover auf den Weg, um den Segen in die Häuser zu tragen und zugleich um Spenden für ein Projekt zu sammeln. In diesem Jahr steht die bundesweite Aktion unter dem Motto: Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit.

Für die drei Geschwister ein sehr ernstes Thema, wie ihr Großvater Rolf Günther berichtet. So hätten die drei sich intensiv mit dem Thema Kinderarbeit in Indien beschäftigt. „Nach einem Film zu dem Thema waren sie schockiert“, berichtet Günther weiter.

Insgesamt 35 Adressen stehen auf der Liste, die Carmen Hoeck aus Schuby zusammengestellt hat. Sie koordiniert seit fast 20 Jahren die alljährliche Sternsingeraktion im Bereich Nordschwansen und Kappeln. Wie immer war Start an der St.-Elisabeth-Kirche. Von dort zog die Gruppe in die benachbarte Helios Reha-Klinik bevor zahlreiche Privathaushalte, später das Seniorenzentrum 3 Wellen in Vogelsang und schließlich die Helios Rehaklinik Schloss Schönhagen aufgesucht wurden. Dort sind sie in den Speiseraum während des Abendessens eingeladen, berichtet Hoeck. Sollten sie dann noch nicht die ganze Liste der Adressen geschafft haben, dann werde sie mit einer anderen Gruppe am Folgetag die Besuche fortsetzen. Ihre drei jungen Sternsinger sind dann schon wieder auf der Heimreise nach Hannover. Hoeck ist froh, mit den Geschwistern bereits erfahrene Sternsinger zu haben. Für Karline, Florianne und Enrika ist es bereits das dritte Mal, dass sie mitlaufen. Ihnen macht das Spaß, sagen sie und streichen über ihre samtenen königlichen Gewänder. Sie machen seit Jahren schon Winterurlaub in Schuby und lernten so Carmen Hoeck kennen. Als deren Kinder vor einigen Jahren nicht mehr als Sternsinger zur Verfügung standen, fand der Generationswechsel statt. Generell sei es inzwischen schwer, genug Kinder für das Dreikönigssingen zu finden. „Es ist eine Aktion von Kindern für Kinder in der ganzen Welt“, daher nehme sie auch gerne Kinder anderer Konfessionen mit, der christliche Gedanke verbindet alle, so Hoeck

Kommen die Sternsinger an eine Tür, dann stimmen sie „Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gotteshand“ an. Je nach Wunsch der Gastgeber wird dann der Segen über die Türe geschrieben oder als Aufkleber angebracht. Hier kommt dann Rolf Günther zum Einsatz, der die nötige Körpergröße mitbringt, um über die Türe zu reichen.

Mit dem Erlös der Sternsingeraktion werden jährlich mehr als 1600 Projekte für Kinder in Not unterstützt. Mit dem Beispielland, in diesem Jahr Indien, und dem Motto, wird das Thema Kindern an konkreten Beispielen eines Landes nahegebracht. Gesammelt wird aber nicht nur für dieses eine Land, sondern für alle Projekte, heißt es auf der Homepage „Die Sternsinger, Kindermissionswerk“.

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