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Stiftung Louisenlund : „Doswidanja“ heißt „Auf Wiedersehen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Russisch-deutsche Schülerbegegnung zwischen der Stiftung Louisenlund und dem Gymnasium Nr.1 von Nishnij Novgorod ist von Musik und Schauspiel geprägt. Der Gegenbesuch erfolgt Anfang nächsten Jahres.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 05:25 Uhr

„Ich hätte nie gedacht, dass man in so kurzer Zeit so zusammenwachsen könnte“, kommentierte Marvin (13) die von vielen Abschiedstränen begleitete Abreise der russischen Partner aus Louisenlund. Unter dem Motto „Sprachen, Länder, Menschen und Kontinente“ waren zuvor anlässlich der 16. russisch-deutschen Schülerbegegnung zwischen der Stiftung Louisenlund und dem Gymnasium Nr.1 von Nishnij Novgorod 14 Tage lang in großer künstlerischer Bandbreite Lieder, Tänze und Gedichte von Schülern der 7. und 8. Klasse eingeübt und öffentlich präsentiert worden (wir berichteten).

Zwei ausdrucksstarke, temperamentvolle musikalische Nachmittage begeisterten Bewohner und Mitarbeiter in den Seniorenheimen Stexwig und Eckernförde. Stexwig wurde als Partner der Louisenlunder Seniorenbetreuung ausgewählt. In Eckernförde bedankten sich die Schüler aus Nishnij Novgorod für die kostenlose Operation eines Mädchens aus Nishnij Novgorod im Juli dieses Jahres.

Dass Musik und Tanz tief in der russischen Seele verwurzelt sind, erlebten auch die zahlreich erschienenen Gäste in der Aula des Hofes in Louisenlund. Ob chinesischer oder afrikanischer Tanz, Akrobatik oder Gesang – nicht nur die Gäste waren beeindruckt von der Leidenschaft, der ausgeprägten Körpersprache, den Stimmen und den strahlenden Augen, mit denen besonders die jungen russischen Schüler die Bühne zum Leben erweckten, auch die Louisenlunder Schüler fühlten sich ermuntert und inspiriert, für den Gegenbesuch in Nishnij Novgorod im Januar 2014 zusätzlich noch Soli und Duette einzustudieren.

Die gemeinsame Zusammenarbeit beider Schülergruppen und ihrer Betreuer zeigte sich in der sensiblen Arbeit an den Liedern „Katjuscha“, „Vois sur ton chemin“ aus „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ und „Moskauer Nächte“. Ganz vorsichtig ließen sich beide Schülergruppen den Raum ein, in der ihnen fremden Sprache zu singen und wurden dabei einfühlsam von einer russischen Pianistin und einem Louisenlunder Schüler an der Geige begleitet.

Abgerundet wurde alles durch die Moderation der Projektleiter Dorothee Gräfin Knyphausen und Dr. Rolf Wenzel, die nebenbei auch noch Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrer inzwischen zwölfjährigen Austauscharbeit berichten konnten. Nach diesem begeisternden Abend, den nicht zuletzt auf Anregung der Fleckebyer Kulturinitiative hin auch Gäste aus dem Umland besuchten, bleibt zu wünschen, dass auch in unserer Kultur das Liedersingen, Schauspielern und Tanzen in der Ausbildung wieder einen höheren selbstverständlicheren Stellenwert bekommen möge. Die jungen Schüler jedenfalls haben begeisternd gezeigt, dass die Kunst ein Mittel ist, Kulturen zu verbinden. Einblicke in den Unterricht der Juniorenstufe, Sport, Ausflüge in die Umgebung und eine spannende Fahrradtour rundeten die Begegnung ab. Im Januar 2014 sehen die Schüler ihre Austauschpartner mitten im russischen Winter wieder und können das Projekt in Nishnij Novgorod fortsetzen.


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