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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 16:28 Uhr

Dorothee Bieske wird neue Museumschefin

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vom Flensburger Museumsberg an den Eckernförder Rathausmarkt

Die neue Eckernförder Museumsleiterin kommt vom Flensburger Museumsberg: Dr. Dorothee Bieske (54) wird am 1. März 2016 die Nachfolge des aus Altersgründen in den Ruhestand gehenden Dr. Uwe Beitz antreten. Das gab Bürgermeister Jörg Sibbel am Donnerstagabend in der Ratsversammlung bekannt. Der Auswahljury lagen 171 Bewerbungen vor.

Dorothee Bieske hat in Flensburg bewiesen, dass sie über einen langen Atem verfügt und Museums- und Ausstellungskonzepte weiterentwickeln kann. Die in Kiel lebende Kunsthistorikerin, Volkskundlerin und Pädagogin hat vor 20 Jahren als Volontärin in Flensburg begonnen und feiert am 1. Dezember ihr 20-jähriges Dienstjubiläum auf dem Museumsberg. Mittlerweile ist sie dort stellvertretende Leiterin.

Der Standort Eckernförde ist für die verheiratete Kielerin in mehrerer Hinsicht eine gute Perspektive, wobei der Weg zur Arbeit eine untergeordnete Rolle spielen dürfte. Zum einen war Bieskes Wunsch nach Veränderung nach 20 Jahren in Flensburg ausgeprägt. Zum anderen reizt sie Eckernförde als Stadt und vor allem die Arbeit als verantwortliche Museumsleiterin. „Eine sehr umfangreiche Sammlung auf zu wenig Platz“, brachte die künftige Museumschefin die Situation am Eckernförder Rathausmarkt auf den Punkt. „Den Besuchern mit forschenden Augen erschließt sich die Struktur der Sammlung nicht auf Anhieb“, hat Dorothee Bieske festgestellt. Sie möchte die Strukturen und Stärken des Eckernförder Museums klarer herausarbeiten und setzt dabei auf Vorhandenes wie beispielsweise die Schlacht um Eckernförde am 5. April 1849 und Neuerungen wie beispielsweise eine Ausstellung herausragender Persönlichkeiten der Stadt. „Das sind die Pfunde, mit denen wir wuchern können“, sagt Bieske. Ihr gehe es in erster Linie um eine „Sichtbarmachung des Museums nach innen und außen für die Eckernförder und die Touristen“. Das verspricht einige neue Akzente und öffentliche Aktionen zur Belebung des Museums. Die inhaltliche Arbeit soll sich auch in den Besucherzahlen niederschlagen: Ein Drittel der Eckernförder, also rund 7000 Besucher pro Jahr, sollten den Weg in die Sammlungen und Ausstellungen finden. Derzeit werden dort rund 5000 Besucher begrüßt.

Dorothee Bieske sieht das Museum „als Ort der eigenen Geschichte“ und möchte ihn für möglichst viele Menschen erlebbar machen. Darüber hinaus verfügt sie auch in Kreisen der Gegenwartskunst über viele Kontakte, wie sie gegenüber unserer Zeitung betonte. Die künftige Museumsleiterin steht auch für eine Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Tourismusressort in der Stadt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Museumsverein und die Zertifizierung nach dem Museums-TÜV liegen ihr sehr am Herzen. Ansonsten ist sie offen für neue Entwicklungen und wird sich auch des Stadtarchivs und der digitalen Aufbereitung musealer Themen annehmen.

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erstellt am 07.Nov.2015 | 14:17 Uhr

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