Schultheater : Dornröschen „neu verschlafen“

Auf der Bühne: (v.l.) Thore Schlizio, Vivian Morrison, Lennard Schäfer, Lea Klingbeil, Katharina Schloßbauer und Jannika Gottuk.
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Auf der Bühne: (v.l.) Thore Schlizio, Vivian Morrison, Lennard Schäfer, Lea Klingbeil, Katharina Schloßbauer und Jannika Gottuk.

Jungmannschüler bringen das berühmte Märchen in neuer Inszenierung auf die Bühne

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24. Juli 2015, 06:46 Uhr

Das Musikprofil des 12. Jahrganges der Jungmannschule sorgte mit selbst komponierten Liedern, abwechslungsreichen Choreographien und lustigen Gags für eine gute Stimmung im Publikum. Ein halbes Jahr dauerte die Vorbereitung und Einübung des Stückes Dornröschen. Dieses basierte bis auf leichte Abwandelungen auf dem Drehbuch von Ingo Sax.

Das Königspaar wünschte sich sehnsüchtig ein Kind. Nachdem sie die Ratschläge der Bediensteten am Hofe befolgten und diese keine Resultate erbrachten, folgte die Königin den Weisheiten eines alten Schriftstückes ihrer Vorfahren. Diese besagten, dass die Feen am Feenteich weiter helfen würden. So geschah es und 9 Monate später gebar die Königin ihr lang ersehntes Kind. Jedoch waren nicht alle Feen Befürworter der Königin und es gab Rivalitäten. Jede Fee wünschte dem Kind unterschiedliche Gaben, wie Schönheit, Mut und Intelligenz. Aber eine wollte dem Kind schaden. So verfluchte die böse Fee namens „Morgana“, das Königstöchterlein:„ An ihrem 15 Geburtstag wird sie sich an einer Spindel stechen und das gesamte Schloss wird in einen 100-jährigen Schlaf fallen“. Die Prinzessin wuchs normal heran und hatte wie jedes Kind in den unterschiedlichen Phasen ihres Lebens mal mehr und mal weniger mit ihren Eltern zu kämpfen. Jedoch hatte sie keinerlei Kontakt zu der Außenwelt, denn ihre Familie wollte sie stets beschützen. Bis zu jenem Tag als sich die Prophezeiung erfüllte und das gesamte Königsreich in einen tiefen 100-jährigen Schlaf versank. Dieser Fluch konnte nur durch den Kuss eines wahren Prinzen gebrochen werden. Doch würde ein Prinz es schaffen sich durch die Dornen zu schlagen und das Königreich zu befreien?

Für Abwechslung sorgten Alltagszenen die sich im Schloss abspielten. Diese gingen von Konflikten der Bediensteten bis hin zum Leben der Königsfamilie und Festlichkeiten. Abgerundet wurde es durch viele Scherze, die das Publikum zum Lachen brachten. So äußerte sich auch die Lehrkraft Kateryna Kharytch sehr begeistert in der Pause: „Mir fehlen die Worte, es ist so schön. Jeder Schüler hat sein eigenes Talent und weiß es einzusetzen. Ich bin stolz und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit meinen Schülern.“ Aber nicht nur die Lehrkraft sondern auch die Schüler waren zufrieden mit ihrem Ergebnis. Schülerin Katharina Schloßbauer sagte: „ Ja, ich bin zufrieden. Anfangs in den Proben hatte ich aufgrund des Zeitmangels, eine eher skeptische Einstellung. Aber ich bin erstaunt wie gut es klappt. Und ich muss sagen, es ist möglich ein Stück innerhalb eines halben Jahres auf die Beine zu stellen.“

Nachdem 100 Jahre vergangen waren und wir im Jahre 2015 angekommen sind, kam ein „Prinz“ auf seinem Fahrrad und schaffte es das gesamte Schloss zu befreien und die Prinzessin zu erobern. So endete die Vorstellung mit den letzten Worten des selbst komponierten Liedes: „ Im Schlaf lösen sich Probleme ganz von allein.“ 


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