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Naturpark Schlei : Doppelter Wechsel im Naturpark Schlei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Verein hat neue Geschäftsführung – die Ostseefjord-Schlei GmbH mit Max Triphaus und mit Jens Kolls einen neuen Vorsitzenden

Der Naturpark Schlei hat einen doppelten Wechsel vollzogen. Erstmals seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat der Verein sowohl einen neuen Vorsitzenden als auch eine neue Geschäftsführung und hofft verstärkt Synergien nutzen und weitere Schwerpunkte setzen zu können. Die Geschäftsführung hat die Ostseefjord-Schlei GmbH (OFS) übernommen, den Vorsitz führt künftig der Riesebyer Bürgermeister Jens Kolls.

Für den bisherigen Geschäftsführer Ulrich Bendlin, Mitarbeiter der Bauverwaltung im Kappelner Rathaus, sprachen zeitliche Gründe gegen eine weitere Ausführung seines Postens. Aber Bendlin ist überzeugt davon, in der OFS einen guten Nachfolger gefunden zu haben. „Die OFS ist seit Langem verankert in der Region“, sagt er. „Da fällt die Übergabe und Übernahme leichter als bei jemandem, der sich hier nicht auskennt.“ Zudem gehe er davon aus, dass der Naturpark von den Marketing-Kenntnissen der OFS profitieren werde.

Tatsächlich betont auch OFS-Geschäftsführer Max Triphaus die große inhaltliche Kongruenz von Naturpark und OFS und zählt auf: Naturschutz, sanfter Tourismus, Mobilität, regionale Produkte und Stoffkreisläufe, Nachhaltigkeit –„alles das findet sich sowohl bei der OFS als auch beim Naturpark“. Und daran knüpft Triphaus einen Wunsch: „Das würden wir gerne gemeinsam weiter ausbauen und auch Neues anschieben.“ Um auf diese Weise den Naturpark stärker in den Blickpunkt zu rücken, ihn mit Anschaulichem zu verbinden und seine Bedeutung hervorzuheben.

Gemeinsam gelingen soll das mit Jens Kolls, der den Vereinsvorsitz von Peter Martin Dreyer, Bürgermeister in Rabenkirchen-Faulück, übernommen hat. Dreyer schickt vorweg: „Als feststand, dass die Geschäftsführung wechselt, hielt ich das für den richtigen Zeitpunkt, auch den Vereinsvorsitz abzugeben.“ In den vergangenen Jahren habe man derweil einiges auf den Weg gebracht: Dreyer erinnert an den Naturpark-Plan, die Autobahnbeschilderung, die Erlebnisbroschüre, die Logogestaltung. Mit Jens Kolls steht nun ein Schwansener an der Vereinsspitze, der aber sagt: „Ich komme selber aus der Schleiregion. Und ich habe ein ursprüngliches Interesse daran, dass sich die Natur gut entwickelt.“ Mit Blick auf die Vergangenheit sagt er: „Zusammen mit den lokalen Akteuren ist dort wirklich etwas entstanden. „Ich könnte mir gut vorstellen, das Thema Umweltbildung in den Schulen weiter zu forcieren“, sagt er. Und außerdem den Stellenwert des Naturparks bei seinen Mitgliedsgemeinden intensiver in den Mittelpunkt zu rücken. Dass das ein wichtiger Faktor ist, weiß auch Dreyer. „Die Gemeinden müssen mitgenommen werden“, sagt er. „Das ist manchmal schwer.“ Und hat bislang bei den Kommunen Thumby und Winnemark nicht geklappt – die beiden sind keine Mitglieder.

Ab sofort können sie das jedoch nicht mehr im Kappelner Rathaus, bislang Sitz der Naturpark-Geschäftsstelle, sondern im Schleswiger Plessenhof. Neben Max Triphaus sind dort Imke Gessinger und Marie-Sophie Krabbenhöft für den Naturpark zuständig. Und schon jetzt spricht Krabbenhöft von einem „Naturpark-Tag“, der dazu dienen könnte, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. „Wir stellen uns einen Aktionstag mit Vorträgen und Landschaftsführungen vor“, sagt sie. „Lokale Akteure könnten ihre Produkte vorstellen.“ Parallel dazu läuft die Lokale Aktion, seit 2014 ein Naturpark-Projekt mit Joanna Schadt an der Spitze, weiter. Sie erstellt Managementpläne mit dem Ziel, die regionale Vielfalt zu erhalten. Trotzdem bleibt der Wunsch bestehen, den Naturpark finanziell und personell aufzustocken. Bendlin sagt: „Erholungslandschaften können Menschen in die Region ziehen, sie sind auch ein Wirtschaftsfaktor.“ Sie zu gestalten, zu erhalten, zu vermarkten, setzt einiges an Geld und Manpower voraus. „Der Impuls dazu muss von der Landesregierung kommen“, so Bendlin.

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erstellt am 09.Jun.2017 | 06:15 Uhr

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