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Fussball-Kreisliga : Dohrn: „Schinkel ist verwundbar“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde sieht sich der Eckernförder SV II vor dem Spiel gegen Ligafavorit 1. FC Schinkel in der Rolle des David gegen Goliath.

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erstellt am 29.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Schon der Blick in die Vergangenheit bereitet ESV II-Trainer Töns Dohrn keine Freude. Beim letzten Kreisliga-Heimspiel seiner Elf gegen den 1. FC Schinkel führten die Eckernförder Youngsters zur Pause bereits mit 2:0 und unterlagen am Ende noch mit 2:6. Am Sonntag kommt es nun zum nächsten Duell. Dohrn: „Da prallen zwei krasse Gegensätze aufeinander. Das ist ein Spiel der Marke David gegen Goliath.“ Besonders bitter: Beim Außenseiter fehlen fast zehn Spieler, während FC-Trainer Lars Dubau berichten kann: „Wir hatten zuletzt 23 Mann beim Training. Unser qualitativ und quantitativ verbesserter Kader sorgt für einen starken Konkurrenzkampf, der bei vielen positiv an der Leistungsschraube dreht.“ Bereits heute Abend werden zwei Spiele des 5. Spieltags in Osdorf und Felde angepfiffen.

Osdorfer SV – Wittenseer SV     Heute, 18.30 Uhr
Die Gastgeber haben viele Experten – aber auch sicherlich sich selbst – mit diesem Saisonstart überrascht. Die schwerwiegend Abgänge in der Defensive konnten zwar noch nicht komplett kompensiert werden, aber bisher schießen die Osdorfer genügend Tore, um das aufzufangen. Mit dem Wittenseer SV kommt heute die Schießbude der Liga – schon 24 Gegentore in vier Spielen – nach Osdorf. WSV-Trainer Peter Thede prophezeite bereits, dass es mit der Rückkehr einiger Leistungsträger nun besser werden wird, ob das aber gegen zuletzt formstarke Osdorfer auch zum Sieg reicht?
SG Felde/Stampe – VfR Eckernförde   Heute, 19 Uhr
Die Offensivabteilung des VfR läuft bereits auf Hochtouren. Mit Niklas Carl und Mirko Pergul haben zwei Rasensportler schon jeweils fünf Tore erzielt. Heute trifft die Elf von Trainer Arne Witt in Felde auf eine neu formierte SG, die wohl vor einer schweren Saison steht. Zuletzt gelang den Gastgebern jedoch ein überzeugender 4:1-Erfolg über die SG BSV/EMTV, was vor allem am erfahrenen Neuzugang Kai Lass liegt, der der jungen SG-Mannschaft im defensiven Mittelfeld mehr Souveränität verleiht.
TSV Waabs – TSV Vineta Audorf    Sbd., 15 Uhr
Die Waabser Derby-Niederlage gegen den TSV Karby am vergangenen Spieltag war unglücklich und unnötig. Damit bestätigte sich jedoch, dass die Waabser in dieser Spielzeit bisher noch keine Konstanz in ihre Leistungen bringen konnten. Dem schwachen Auftritt gegen den VfR (1:6) folgten zwei Siege, jetzt gab es in Karby wieder einen Dämpfer. Mit Vineta Audorf kommt nun auch noch eine sehr ambitionierte Mannschaft ins Ostseestadion, die sich nach einem verpatzten Start so langsam nach oben arbeiten.
Büdelsdorfer TSV – TSV Karby         Sbd., 16 Uhr
Der Verbandsligaabsteiger aus Büdelsdorf gehört nicht zu den Mannschaften, mit denen sich der TSV Karby messen muss. Doch das Team aus Nordschwansen konnte mit dem 1:0-Sieg im Derby gegen Waabs die ersten Saisonpunkte einfahren und bekommt durch so einen prestigeträchtigen Erfolg natürlich Wind unter die Flügel. Doch im Eiderstadion hängen die Trauben natürlich hoch und zudem wird sich die Karbyer Defensive, die sich gegen Waabs auf ihren jungen Keeper Yannick Niederquell verlassen konnte, auf einen bärenstarken Marvin Jessen einstellen müssen, der mit sechs Toren die Torjägerliste anführt.
SG BSV/EMTV – TuS Jevenstedt       So., 15 Uhr
Dass die Jevenstedter nach den Abgängen von Mirko Mrosek und Sebastian Hehnke weiterhin eine so gute Rolle spielen, war ebenso wenig zu erwarten, wie der tolle Start des Aufsteigers. In Barkelsby ist nach dem 1:4 in Felde aber der ganz große Höhenflug erst einmal gestoppt. Spielertrainer Stefan Truelsen: „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und waren nicht effektiv genug.“ Mit Jevenstedt kommt nun eine Mannschaft „die uns die Hölle heiß machen wird“, wie Truelsen glaubt. Mit Konstantin Melnik (Sperre) und Kapitän Frank Moor (privat) fehlen der SG zwei Spieler. Trotzdem gibt sich Truelsen kämpferisch: „Wir wollen zeigen, dass wir zurecht im Tabellenmittelfeld mit Blick nach oben stehen. Deshalb dürfen wir unser Heimspiel nicht verlieren.“
Eckernförder SV II – 1. FC Schinkel       So., 15 Uhr
Bei diesem Spiel prallen zwei gänzlich unterschiedliche Konzepte einer Mannschaft aufeinander: Während sich der Kader des 1. FC Schinkel in jeder Transferperiode zuletzt stark veränderte, und meistens mit namhaften Spieler aufgewertet wurde, soll die U23 der Eckernförder natürlich den eigenen Jugendspielern als Sprungbrett in den Herrenbereich dienen. „Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Schinkel verwundbar ist“, sagt ESV-Trainer Töns Dohrn, der ausgerechnet zum Spiel gegen den Titelfavoriten auf viele Stammspieler verzichten muss. Trotzdem werden sich die Hausherren nicht hinten reinstellen. Dohrn: „Wir werden einen Teufel tun und unser Spiel verändern. Wir wollen versuchen Schinkel unser Spiel aufzuzwingen, dann können wir ihnen auch ein Bein stellen.“ Doch die Gäste kommen mit ganz breiter Brust und noch breiterem Kader an den Bystedtredder. Die neue Konkurrenzsituation macht es möglich, dass sogar technisch starke Spieler wie Enea Dauti drei Mal in Folge auf der Bank saßen. „Ich habe die Qual der Wahl. Alle sind heiß auf die Startelf“, spricht Dubau von einer angenehmen Situation. Dass es aber bei so vielen ambitionierten Spielern nicht auf Dauer ruhig bleiben wird, dürfte klar sein. „Doch noch“, so Dubau, „gibt es kein Theater.“
TuS Bargstedt – Osterbyer SV       So., 15 Uhr
„Wir kennen es bereits aus der vergangenen Saison, dass wir mal Phasen haben, wo wir zwei oder drei Spiele verlieren. Deshalb kommt bei uns aber keine Panik auf. Wir kennen ja die Gründe dafür“, sagt Osterbys Trainer Nico Stocks. Gründe sind zum einen die vielen fehlenden Spieler (Hamann, Wessels, Marten, Breitkopf, Seibert) und zum anderen die bisherigen Gegner, die mit Jevenstedt, Schinkel und Audorf alle große Ambitionen haben. „Die werden am Ende wohl auch vor uns stehen, aber wir treffen bald auf Gegner, gegen die wir gewinnen müssen“, sagt Stocks. Bargstedt gehört eher nicht in diese Kategorie, wobei Stocks natürlich nichts gegen einen unverhofften Auswärtserfolg hätte. Immerhin kehren mit Marco Klay, Lennard Plaga und Willi Mogel wichtige Spieler in den Kader zurück.
SV Fleckeby – Borussia 93 Rendsburg  So., 15 Uhr
In den ersten drei Spielen gab es nur vier Gegentore für den Aufsteiger aus Fleckeby. Für die traditionell offensiv denkende Mannschaft kein schlechter Wert. Mit dem 3:7 zuletzt beim VfR gab es jedoch einen größeren Rückschritt. Die Eckernförder wurden teilweise zum Tore schießen eingeladen. Der Gast am Sonntag hat zwar nicht die Qualität des VfR, dennoch wird SVF-Trainer Francois Cassini auf eine bessere Abwehrleistung pochen. Die Borussen stehen als Vorletzter bei gerade einmal einem Punkt jedoch deutlich mehr unter Zugzwang als die Hausherren. Das könnten der SVF zu seinen Gunsten nutzen.
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