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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 15:42 Uhr

Umfrage : Diskussion um Wohnraum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Strander FDP möchte Bedarf an altersgerechten Wohnungen in der Gemeinde ermitteln

von
erstellt am 17.Mai.2014 | 06:48 Uhr

Altersgerechtes Wohnen in Strande war in den vergangenen Wochen immer wieder mal ein Thema. Um Klarheit über den Bedarf zu bekommen, möchte die FDP einen Fragenkatalog über das Amtsblatt verteilen und die Ergebnisse zur Grundlage für weitere Schritte machen. Im Sozialausschuss am Donnerstagabend sorgte das erst einmal für Diskussionen.

Die SPD wollte das einzige Thema auf der Tagesordnung abgesetzt wissen, weil sie in der Diskussion zunächst den Bauausschuss zuständig sieht. „Es geht um eine schlichte Analyse, ob ein Bedarf besteht. Das ist ein rein sozialer Aspekt“, hielt Annette Marberth-Kubicki (FDP) dagegen.

Die SPD zog ihren Antrag auf Absetzung zurück, zog jedoch das von den Liberalen skizzierte Vorgehen in Zweifel. Thomas Behrenbruch hatte das so verstanden, dass das Amt den Bedarf ermitteln und bewerten soll. Der Ball liege aber doch bei der Politik, machte Behrenbruch deutlich. Jörn Clahsen (FDP) verwies auf den derzeit sieben Fragen zur Wohnsituation im Alter in Strande umfassenden Katalog, der zwar über das Amt in Umlauf gebracht, aber von der Selbstverwaltung ausgewertet werden soll. Darin wird abgefragt, ob die Menschen im Alter im Ort wohnen bleiben möchten, ob sich die derzeitige Wohnsituation dafür verändern muss, ob die Bürger zur Miete oder in einem eigenen Objekt wohnen möchten, ob sie dafür genügend Alternativen in Strande sehen oder ob entsprechender altersgerechter Wohnraum zu schaffen sei. Auch die Größe der Wohnung im Alter, der Zeitpunkt, wann sie benötigt würde, und Anmerkungen zur Infrastruktur sind Punkte des Katalogs. Das ging Christoph Rodde (CDU) nicht weit genug. „Das ist so nicht belastbar, da wird ein Riesenbedarf rauskommen“, prophezeite Rodde. Es fehle die Frage, wie viel Geld die Leute bereit seien auszugeben. Außerdem sei offen, wie gewährleistet werden könne, dass der Wohnraum so genutzt werde, wie gedacht – altersgerecht. „Spätestens im Erbfall können wir nicht mehr festschreiben, wer in der Wohnung lebt. Es sei denn, die Gemeinde ist Vermieter“, erklärte Bürgermeister Dr. Holger Klink (CDU) und warf die Frage auf, inwieweit es Aufgabe der Gemeinschaft sei, Wohnraum zu subventionieren. Er appellierte an die Ausschussmitglieder, genau zu überlegen, was mit der Befragung erreicht werden soll.

„Altersgerecht zu wohnen heißt auch, in Eigentum wohnen zu können, nur kleiner. Es heißt nicht, dass ich auf Kosten anderer leben will“, betonte Marberth-Kubicki. Wenn am Ende der Befragung ein großer Bedarf stehe, müsse die Gemeinde weiter in die Planung einsteigen. „Wenn Bedarf da ist, müssen wir handeln und Wohnraum schaffen“, verwies Birte Quitte (CDU) auf die Konsequenzen. „Wir können nicht einen Wunschballon steigen lassen und die Leute dann allein lassen“, warnte Klink. Er regte an, dass FDP und SPD als diejenigen, die das Thema anschieben wollten, den Fragenkatalog gemeinsam überarbeiten und zur Gemeindevertretung vorlegen. Nach Abstimmung mit fünf Ja- und drei Nein-Stimmen wird so verfahren.

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