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Der Tag von Eckernförde im Museum : Digitale Reise zum 5. April 1849

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

FÖJler Matthis Mahler hat im Museum eine Medienstation zum „Tag von Eckernförde“ eingerichtet.

„Kein anderes Ereignis in der Eckernförder Stadtgeschichte hat die öffentliche Aufmerksamkeit mehr auf sich gezogen als die Explosion des dänischen Linienschiffes Christian VIII am 5. April 1849“, hat Matthis Mahler während seines Freiwiligen Soziales Jahres (FSJ) im Museum festgestellt. Auch heute noch spiegelt sich der historische Tag im Museum Eckernförde wider. Dank der Projektarbeit Mahlers, dessen einjähriges FSJ im Museum und im Künstlerhaus in der Ottestraße am 31. August endet, steht dem Besucher ab sofort ein neues digitales Instrument zur Erkundung des historischen Ereignisses zur Verfügung: die Medienstation „Tag von Eckernförde, 5. April 1849“.

Vorbei sind die Zeiten des alten Wandkalenders, in denen sich der Besucher durch historische Lithografien und Stiche blättern musste. Jetzt reicht die Berührung mit einem Finger auf der Touch-Screen-Fläche und schon eröffnen sich zwei Felder zu dem Thema: ein Geschichtsstrang mit 21 Folien, die Bilder und Texte enthalten, und eine 60 Fotos umfassende Datei – beispielsweise eine Abbildung, die die „Christian“ als brennendes Schiff mit rotem Feuerschein darstellt, während andere Künstler sich auf eine schwarz-weiße Darstellung beschränken. Seit Februar hat der 21-Jährige, der im Oktober sein Geschichtsstudium an der Christian-Albrechts-Universität Kiel beginnt, sich mit der Sichtung des umfassenden Materials im Stadtarchiv und Museum beschäftigt, eine Auswahl getroffen, ein eigenes Konzept erstellt sowie ein Layout entwickelt. Unterstützt wurde er von Museumsrestaurator Ralf Schröder. Leiterin Dr. Dorothee Bieske ist voll des Lobes für Mahlers Projekt: „Die Medienstation spricht auch junge Menschen an und eröffnet uns neue Besuchergruppen. Der Besucher kann sich einfach durch die Geschichte klicken und dort verweilen, wo es ihn interessiert.“ Das digitale Medium gibt einen Einblick in den genauen Ablauf der Geschehnisse vom 4. und 5. April 1849. Mahler nimmt den Lesenden an die Hand und führt ihn wie in einem Comic durch den Handlungsstrang – nicht ohne vorher kritisch anzumerken, dass keiner der Künstler der unzähligen Abbildungen des Gefechtes von Eckernförde Zeitzeuge gewesen ist, sondern nur vom Hörensagen oder durch andere Vorlagen inspiriert wurde. Ein besonderes Augenmerk widmet Matthis Mahler den Denkmälern des Gefechts, die zu Ehren Eduard Julius Jungmanns und Ludwig Theodor von Preußers aufgestellt wurden. Neue Bilder der Denkmäler und der Gallionsfigur der Gefion, aufgenommen von Ralf Schröder, vervollständigen die Medienstation. So kann der Betrachter bereits Gesehenes im Kurpark historisch einordnen. In Zukunft sind noch zwei weitere Medienstationen im Museum geplant, zum Thema NS-Zeit, Flucht und Vertreibung sowie zur Sammlung Wesnigk. Jutta Johannsen, Vorsitzende des Künstlerhauses und ehemaliges Kommissionsmitglied des Museums, ist begeistert: „Was für Möglichkeiten eine Medienstation beinhaltet.“

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erstellt am 12.Aug.2017 | 05:47 Uhr

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