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ABSCHLUSSPROJEKT : Digitale Medienstation jetzt kinderleicht zu bedienen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Lisa Afrossin absolviert im Heimatmuseum ein Freiwilliges Soziales Jahr und hat die digitale Galerie erneuert. 170 historische Fotos und Postkarten können ab sofort im Großformat betrachtet werden.

Eine leichte Berührung mit dem Finger auf dem Bildschirm genügt und schon taucht der Museumsbesucher in die historische Welt der Bauschule ein. Ohne großen Aufwand öffnen sich ihm alte Fotos und Postkarten der 1868 gegründeten Bauschule in der Kieler Straße – zu Kaisers Zeiten ein Prestigeobjekt im Ostseebad. Mithilfe großformatiger Touch Screen kann der Gast ganz nach Belieben zwischen den einzelnen Bildern hin- und herwandern. Möglich gemacht hat das Lisa Afrossin. Die 18-Jährige absolviert seit sechs Monaten ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur im Heimatmuseum Eckernförde. Als Abschlussprojekt hat sich die Gettorferin die Modernisierung und Aktualisierung der interaktiven Medienstation im Bürgersaal vorgenommen. Gestern präsentierte sie gemeinsam mit dem scheidenden Museumsdirektor Dr. Uwe Beitz die digitale Bildergalerie.

Zwar gibt es bereits seit 2012 die digitale Medienstation im Museum, aber aufgrund eines schlechten Programms sei es für den Besucher nur mühsam anwendbar gewesen, so Dr. Beitz. So stellt die FSJ’lerin ein Glücksfall für das Museum dar. Sofort nach Amtsantritt im September 2015 widmete sich Lisa Afrossin der Medienstation.

Vom ehrenamtlichen Mitarbeiter Günter Raschke erhielt sie rund 170 Fotos und Postkarten aus den drei Themenbereichen Bauschule, Eisenbahn und Torpedoversuchsanstalt (TVA), die sie digital aufbereitete. Es handelt sich um Fotografien, die sich aufgrund des Schutzes vor Licht- und Umwelteinflüssen größtenteils im Stadtarchiv befinden und nur äußerst selten in der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Das älteste Foto stammt von der Bauschule aus dem Jahre 1870 und kann jetzt vergrößert auf dem Bildschirm betrachtet werden. Insgesamt lagern nach Auskunft von Dr. Beitz 8500 alte Fotos und Postkarten im Eckernförder Archiv, die alle auf diese Weise dem Publikum präsentiert werden könnten.

Viele Stunden hat Lisa Afrossin mit der Power Point-Darstellung der Karten und Fotos zugebracht. „Mein Ziel war eine leichte Bedienung der Medienstation, sowohl für die ehrenamtlichen Mitarbeiter als auch für die Besucher“, so die 18-Jährige.

Die Informationen sind auf das Nötigste beschränkt – die Bilder sprechen für sich. Wer im Themenbereich Bauschule genau hinschaut, wird auf einemDrittel der historischen Aufnahmen stets den Hausmeister (früher Pedell genannt) finden, mal mit Hut, mal ohne. Interessant ist auch eine Aufnahme des Protokolls des städtischen Collegiums vom 24. März 1868, unterzeichnet von Bürgermeister Jahn. Im Themenbereich Eisenbahn findet der Besucher unter anderem ein Foto von der letzten Fahrt der Eckernförder Kreisbahn nach Loose im Jahr 1958. Interessant ist auch ein Foto aus dem Jahr 1975, das den Campingplatz am Südstrand direkt neben der TVA zeigt.

Noch bis August 2016 hat Lisa Zeit, weitere Fotos zu digitalisieren. Wenn nicht die Ottestiftung die Arbeit der FSJ’lerin braucht: Die Hälfte ihrer Stunden sind für den Verein und das Künstlerhaus vorgesehen. Im August ist für die Gettorferin, die Medienproduktion studieren möchte, das Freiwillige Soziale Jahr beendet.

> Heimatmuseum: Dienstag bis Sonnabend 14.30 -17 Uhr, Sonntag 11 -17 Uhr, Feiertag 14.30 - 17 Uhr, Karfreitag geschlossen

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