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Mensch des Jahres : Dietmar Ruhfus zu Gast beim Bundespräsidenten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der lokale Mensch des Jahres 2013 war zu Besuch bei den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Hannover. Dort begegnete er auch Bundespräsident Joachim Gauck.

Er fuhr im vergangenen Jahr mit dem Fahrrad von Flensburg nach Füssen und warb auf seiner Tour für die Kinder-Augen-Krebs-Stiftung. 32 000 Euro an Spenden hatte er in 55 Tagen gesammelt – und eine Aufgabe gefunden, die ihn bis heute umtreibt: Der Eckernförder Dietmar Ruhfus informiert weiter über den Augenkrebs, hält Vorträge und sammelt Spenden. Die Leser der Eckernförder Zeitung haben ihn deshalb im vergangenen Jahr zum lokalen Menschen den Jahres gewählt, landesweit belegte er den zweiten Platz bei der Aktion des sh:z.

Das hat auch Ministerpräsident Torsten Albig beeindruckt: Er war vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil zu den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Hannover eingeladen und im Vorfeld gebeten worden, 15 verdiente Ehrenämtler zu benennen, die ebenfalls eingeladen werden – einer davon war Dietmar Ruhfus.

Schon am Donnerstag war die schleswig-holsteinische Delegation in Hannover angekommen. In Shuttle-Bussen, eskortiert von der Polizei, ging es für sie zum Barockgarten in Herrenhausen, wo alle Bürgerdelegationen durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten begrüßt wurden. Auch Oberbürgermeister Stefan Schastok empfing sie, abends stand der Besuch der Ländermeile auf dem Programm – ein reges Treiben rund um den Maschsee.

Der 3. Oktober startete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche. „Wir fühlten uns sehr sicher – viele Beamte in Zivil – alles war hermetisch abgeriegelt worden“, sagt Dietmar Ruhfus. An diesem Gottesdienst nahmen unter anderem auch Gerhard Schröder, Rita Süssmuth, Wolfgang Schäuble und Ursula von der Leyen sowie Bundeskanzlerin Angelika Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck teil.

Mittags begann der Festakt im Hannover Congress Centrum auf Einladung des Präsidenten des Bundesrates und Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Stephan Weil, sowie des Präsidenten des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert. Dietmar Ruhfus: „Hier erlebten wir eine großartige Rede von Frau Merkel zur deutschen Einheit und Gänsehaut-Feeling, als der Leadsänger der Scorpions, Klaus Meine, seine Wendehymne Wind of change sang.“

Der Empfang auf Einladung des Bundespräsidenten war ebenfalls etwas Besonderes, sagt der 49-Jährige: „Er nahm sich für jedes Bundesland Zeit, wirkte gelöst, schüttelte viele Hände und wechselte mit vielen Beteiligen einige kurze Worte.“

Es folgte ein Empfang auf Einladung des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius und ein Besuch der bunten Ländermeile mit dem feierlichen Finale inklusive einem eindrucksvollen Feuerwerk.

Für Dietmar Ruhfus war das Wochenende ein unvergessliches Erlebnis: „Alle Gäste empfanden ihre Teilnahme als eine besondere Auszeichnung und Wertschätzung.“ Besonders sei bei Reden und Anlässen immer wieder betont worden, wie wichtig das Ehrenamt sei – ein fester Bestandteil der Gesellschaft, ohne den vieles nicht umzusetzen wäre. „Für mich persönlich hat sich durch meine Engagement für die Kinderaugenkrebsstiftung der persönliche Horizont sehr erweitert“, stellt Dietmar Ruhfus rückblickend fest. „Ich konnte so viele interessante Menschen in den letzten zwei Jahren kennenlernen und besonders feststellen, dass unsere Gesellschaft lebendig ist und viele Menschen sich gerne engagieren und uneigennützig einbringen. Ehrenamt macht Spaß. Besonders wenn zu erkennen ist, dass der Einsatz Früchte trägt.“


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erstellt am 07.Okt.2014 | 05:49 Uhr

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