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schülerprojekt : Dieser Parcours spricht alle Sinne an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schüler des BBZ aus Schleswig bauen Wahrnehmungsparcours auf dem Kolonistenhof in Neu Duvenstedt

von
erstellt am 10.Jun.2015 | 09:29 Uhr

Es ist sicherlich der Höhepunkt ihrer dreijährigen Ausbildung – da waren sich die 23 Schülerinnen und Schüler des Berufsbildungszentrums Schleswig einig. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Kolonistenhofes haben die angehenden Heilerziehungspfleger einen Wahrnehmungsparcour in dem Naturerlebnisraum gestaltet. In dieser Woche wurde dieser im Beisein aller Beteiligten sowie der Eltern und Lehrer eröffnet. „Wir sind alle stolz auf dieses Projekt“, sagte Chiara Büßen. Die 20 Jahre alte Schülerin aus Winnemark dankte in ihrer Begrüßung vor allem dem Team des Kolonistenhofes, das den Schülern beim Bau tatkräftig geholfen hat.

„Wir hatten hier schon immer einen Wahrnehmungsparcours“, so Thomas Hirsch, Leiter des Kolonistenhofes. Dieser sei jedoch mittlerweile in die Jahre gekommen und musste dringend erneuert werden. Seine Anfrage beim BBZ in Schleswig und bei den Mittelstufenschülern der Klasse FSH 13 hatte Erfolg. „Drei- bis viermal in der Woche waren wir hier“, erzählte Klassensprecherin Jana Hansen über das Projekt. In verschiedenen Gruppen wurden die Stationen für den Parcours erarbeitet und umgesetzt.

An mehreren Stationen bekommen die Besucher Aufgaben zum Tasten, Sehen, Schmecken, Riechen und Hören. Für viele Kinder und Jugendliche sind dies teilweise ganz neue Erfahrungen“, sagt Jana Hansen, ihnen fehle oftmals das richtige Körpergefühl. An der Balancierstation muss barfuß ein Wackelbalken überquert und sechs im Boden versenkte Baumstämme überwunden werden. Anschließend wartete dann die mit Wasser und Matsch gefüllte Badewanne.

Und etwas lernen können die Besucher entlang des Parcours auch. Die Schülerinnen Anna Seibel, Kirsten Lange, Eva Schröder und Natascha Thordsen zeigten an ihrer Station verschiedene Baumarten, die es anhand der Rinde zu bestimmen gilt. Hainbuche, Winterlinde, Zitterpappel oder Bergahorn ? Zur Kontrolle wird der Stamm einfach aufgeklappt – da steht die Lösung.

Sehr aufwendig auch die beiden letzten Stationen. Eine Handpumpe befördert Wasser aus dem Löschteich und leitet es über ein steiniges Gefälle zurück.„Das Wasser kann gestaut und die Fließgeschwindigkeit verändert werden“, sagt Jana Hansen. Steine und Sonne bringen es zum Glitzern, doch zuvor muss es mit Körperkraft hochgepumpt werden. „Das Wasser kommt eben nicht aus der Leitung“, sagte die Klassensprecherin.

Julia, Melanie und Tobi gestalteten die letzte Station – zwei Hochbeete und ein Barfußpfad. Verschiedene Kräuter und Blumen sorgen hier für schöne Düfte und fordern den Geruchssinn. „Wir hatten gut zu tun“, so die drei Schüler über die vergangenen drei Wochen. Aber es sei eine schöne Zeit gewesen, so ganz anders, als die Schulbank zu drücken, sagt Julia. „Die Zeit ging schnell, und wir haben den Fortschritt gesehen.  


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