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Hochschultage : Die Zukunft der Bürgerbeteiligung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Hochschultage an der Verwaltungsfachhochschule am Rehmkamp widmen sich Wegen und Chancen, wie Bürger besser eingebunden werden können.

In der Gemeinde wird die Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen seit Jahren gelebt – zum einen mit der vor jeder Gemeindevertretung einberufenen Einwohnerversammlung, zum anderen mit Aktionen wie jüngst dem Runden Tisch zur Ortsentwicklung in Stift. Die Einwohner werden gehört, in Prozesse einbezogen, ihre Anregungen berücksichtigt. Doch die Bürgerbeteiligung scheint vielerorts noch ein Ausnahmezustand für Politik und Verwaltungen, stellt die Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) fest und versucht mit den Hochschultagen am 30. und 31. Oktober, ein Umdenken anzustoßen.

Das Thema sei akut, seit Stuttgart 21 um so mehr, erklärt Silke Lautenbach, Dekanin des Fachbereichs Allgemeine Verwaltung an der FHVD. Das Großprojekt habe zum einen gezeigt, wie wichtig es ist, die Menschen mitzunehmen, zum anderen, dass es dafür Instrumente brauche, um die Beteiligung umzusetzen. „Der Wunsch, mehr Teilhabe zu generieren, bedeutet auch, dass es neue Anforderungen an Verwaltungen gibt“, macht Lautenbach deutlich. Bürgerbeteiligung werde von jedem zweiten Entscheider in Verwaltung nicht wahrgenommen, fügt Dr. Achmed El Bureiasi, Dozent im Fachbereich Allgemeine Verwaltung, hinzu. Auf der anderen Seite zeige sich immer wieder, dass sich die Menschen engagierten, wenn es für den eigenen Nutzen ist, wenn es um das Gemeinwohl geht, eher weniger, merkt Lautenbach an.

Mit Impulsreferaten wollen die Hochschultage mögliche Ursachen der derzeitigen Situation beleuchten, Möglichkeiten der informellen Bürgerbeteiligung beispielsweise durch Zukunftswerkstätten, Bürgerforen oder Netzwerke im Internet erörtern und sich auch der Frage der Motivation der Bürger widmen. Als Referenten und Gesprächspartner konnten unter anderem Professor Dr. Utz Schliesky, Direktor des Landtags, Gregor Hackmack, Begründer von Abgeordnetenwatch.de, Jörg Bülow, Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags, Dr. Ingrid Nestle, Staatssekretärin im Umweltministerium, und der Dortmunder Journalistikprofessor Dr. Günther Rager gewonnen werden. In erster Linie richten sich die Hochschultage an die Studierenden der FHVD, die künftig die Bürgerbeteiligung leben sollen, aber auch Gäste aus Politik und Verwaltung sowie am Thema Interessierte. Anmeldungen nimmt Ingrid Hoffmann-König unter Tel. 0431/32 09 101 oder per Mail an hoffmann-koenig@fhvd-sh.de entgegen. Das komplette Programm ist im Internet unter www.fhvd.de/aktuelles zu finden.

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erstellt am 23.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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