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2. handball-Bundesliga : Die „Wölfe“ wollen keine Eintagsfliege sein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auch mit kleinem Etat wollen die Altenholzer Aufsteiger die Liga halten. Heute treffen sie auswärts auf die HG Saarlouis.

Auch wenn die Altenholzer „Wölfe“ noch bis vor zwei Jahren in der 2. Liga gespielt haben, so betreten sie nach zwei Jahre Drittklassigkeit nun doch Neuland. Inzwischen ist aus der zweigeteilten eine einteilige Liga geworden. Die neue Saison wird der jungen Mannschaft um Trainer Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen alles abverlangen.

Nicht nur die Anzahl der Mannschaften ist auf 20 gestiegen, auch die Fahrten sind weiter geworden. Das Gros der Mannschaften sind in Bayern, Baden-Württemberg und Süd-Hessen beheimatet. Im Nahbereich gibt es nur die HSG Tarp-Wanderup, VfL Bad Schwartau und HC Empor Rostock.

Aber auch die Gegner weisen gegenüber früher ein anderes Kaliber auf. Ein Großteil sind Profis, bringen teilweise Erstligaerfahrung mit. Eine große Herausforderung für die junge Mannschaft, die sich aus reinen Amateuren zusammensetzt. „Um in der 2. Liga bestehen zu können, müssen die körperlichen Voraussetzungen stimmen“, hat der Wölfe-Coach eine knallharte Vorbereitung durchgeführt, in der es nur acht trainingsfreie Tage gab. Petersen hat versprochen, dass eine Mannschaft auflaufen wird, die 60 Minuten Vollgas gehen kann und zudem Spaß am Handball hat. „Der Gegner muss 60 Minuten unter Druck gesetzt werden, dann stellt sich auch der Erfolg ein“, erklärt Petersen, der mit seinen Mannen auch in der neuen Liga nicht nur gegen den Abstieg spielen will.

Neben der körperlichen Voraussetzung baut Petersen auf eine stabile Abwehr. Mit 790 Gegentoren waren die Wölfe schon in der 3. Liga Nord die Mannschaft, die durch eine starke Deckung überzeugte. Darauf soll weiter aufgebaut werden. „Wir waren in der vergangenen Spielzeit schon stark, aber in der kommenden Saison wollen wir noch flexibler werden“, so die Devise des Trainers.

Der TSV Altenholz, der in der Zweiten Liga wohl über einen der kleinsten Etats verfügt, baut auf ein Team aus bewährten und neuen Kräften. Für das Torwarttraining bleibt Dirk Elvers zuständig. Neu hinzugekommen ist Patrick Mielke als Athletiktrainer. Jörn Redlin ist für das Team-Training und Coaching zuständig und Manhard Bech soll die Spieler im individuellen Bereich weiter nach vorne bringen. Alles Bausteine auf dem Weg, das Projekt 2. Liga nicht zu einer Eintagsfliege werden zu lassen.

Eine weitere große Herausforderung ist die wirtschaftliche Seite. In einer Region, in der mit dem Bundesligisten THW Kiel und dem Fußball-Drittligisten Holstein Kiel starke Konkurrenten auf Jagd um Sponsorengelder gehen, für wahr keine leichte Aufgabe. „Wir setzen ganz klar auf unsere sympathische Mannschaft und möchten möglichst viele Sponsoren aus der Region für unsere Sache begeistern. Dazu gehören neben den Firmen natürlich auch unsere Fans und Zuschauer. Wir wollen die Heimspiele zu einem einzigartigen Erlebnis machen und setzen auf eine volle Halle mit einem begeisterungsfähigen Publikum,“ sagen Marketingleiter Thomas Lorenzen und Pressesprecher Matthias Fehrke.

Gleich zu Beginn der neuen Saison werden die Wölfe mit einem hohen Geräuschpegel konfrontiert. „Es soll die lauteste Halle in der 2. Liga sein“, hat TSV-Coach Petersen seine Spieler vor dem Spiel bei der HG Saarlouis (Heute, 19.30 Uhr) schon vorgewarnt. Aber nicht nur die laute Halle dürfte ein Problem sein. „Wir treffen auf eine gestandenen Zweitligamannschaft. Die erste Sechs ist zusammengeblieben“, weiß Petersen, dem in Saarlouis Sebastian Opderbeck, Christian Drecke und Rune Dahmke fehlen werden. „Wir sind solche Situationen aus der vergangenen Serie zwar gewohnt, doch mir wäre es lieber, ich hätte diese Drei schon wieder mit dabei“, sagt Petersen, vor dem Auftakt in eine sicher spannende Saison für die Altenholzer Wölfe.

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erstellt am 31.Aug.2013 | 06:00 Uhr

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