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The Bohemians in der Stadthalle : Die Wiederauferstehung des Freddie Mercury

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„The Bohemians“ reißen bei ihrem Si8lvesterkonzert in der Stadthalle mit ihrer Queen-Show über 400 Besucher von den Sitzen. Imponierend, wie nah die Musiker um Rod Comber als Freddie Mercury ihren Idolen kommen. Das Publikum ist begeistert.

Farrokh Bulsara alias Freddie Mercury dürfte an diesem Double seine Freude gehabt haben. Die am 24. November 1991 verstorbene Rocklegende war ein außergewöhnlicher Sänger, der dem Rock mit seiner famosen Band neue Impulse gegeben und auf der Bühne stets exzellente Show geboten hat. Es kann nur einen Freddie geben, das ist klar, aber Rob Comber ist nah dran am extrovertierten Star, der es liebte, im Bühnenrausch viel Haut und Brusthaar zu zeigen. Mit seinen „Bohemians“ Christopher Gregory als Brian May (Gitarre), Wayne Bourne als Roger Taylor (Schlagzeug), Kevin Goodwin als John Deacon (Bass-Gitarre), dem ausgezeichneten Chor sowie einem Orchester aus Streichern und Bläsern bescherte er über 400 begeisterten Fans in der Stadthalle ein unvergessliches Konzert am Silvesterabend.

Es begann etwas zurückhaltend. „Freddie“ noch ganz züchtig in Jeans, Hemd und Weste, aber stimmlich gleich auf Betriebstemperatur. Neben ihm in schwarzer (echter) „Pudelfrisur“ und bester Brian May-Manier Christopher Gregory. Rob Comber lässt keinen Zweifel daran, dass er das erwartungsvolle, aber anfangs noch etwas zurückhaltende Zuhörer packen will. „Killer Queen“, „Another one bites the dust“, Freddie gibt Vollgas, fordert das Publikum, animiert es zum Mitsingen. Die Anmache zeigt Wirkung: der Saal-Chor wird lauter, Eckernförde ist angefixt, von wegen Operettenpublikum. Die Leute haben richtig Bock auf Rock, Queen und den „Verrückten“ da oben auf der Bühne, ein Jungbrunnen gerade für die zahlreichen älteren Semester. „Freddie“ wechselt die Klamotten, kommt in Lederjacke, Sonnenbrille und Superman-T-Shirt, der Saal kommt in Wallung – „Somebody to love“, Jubelstürme. Die Pause tut der Begeisterung keinen Abbruch, im Gegenteil. Comber nun im knallengen und - gelben Kostüm – der Saal steht. Nach „A kind of magic“ und „I want to break free“ gibt es kein Halten mehr, die Queen-Party ist in vollem Gang. Immer wieder sucht Comber in typischer Mercury-Körpersprache und Gestik den Kontakt zum Publikum, steht vorn an der Rampe. „Eckernförde, time to rock!“ schreit er den Leuten entgegen, und die gehen mittlerweile ab wie das berühmte Zäpfchen. Gänsehautgefühl bei „The show must go on“, „Barcelona“ und „Bohemian Rhapsody“. Jeder Song ein Abräumer. „Radio Gaga“, Partystimmung nonstop von der ersten bis zur letzten Reihe. Als Zugabe holen die „Bohemians“ die Welthits „We will rock you“ und „We are the champions“ aus der Queen-Wundertüte und krönen damit ein großes Konzert, das feierlich mit „God save the Queen“ endet.

„Wir sind hellauf begeistert, spitzenmäßig“, jubeln Karin und Reinhard Tapken aus Fockbek. „Besser als spitze“, strahlt Marion Fuchs aus Büdelsdorf, die sich verausgabt hat. „Das Beste seit Jahren“, meinen Antje und Reinhard Elstorpff aus Eckernförde, „man fühlt sich fünf Jahre jünger“.

Man stelle sich nur mal vor, wenn es nach dieser fulminanten Show noch eine große Silvester-Party in der Stadthalle gegeben hätte. Beste Stimmung wäre garantiert.

Ein wenig bitter war der Abend nur für die Servicekräfte des Stadthallenrestaurants, die Silvester ihren letzten Arbeitstag hatten.

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erstellt am 02.Jan.2014 | 06:17 Uhr

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