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Eckernförder Zeitung

20. September 2017 | 22:15 Uhr

Die Welt zu Gast in der Schule am Noor

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

91 Schüler des Förderzentrums für Geistige Entwicklung präsentieren Kulinarisches und Folkloristisches aus elf Ländern

von
erstellt am 06.Jun.2015 | 06:42 Uhr

Mexiko, Schweden Schweiz, Dänemark, Indien, Afrika, China, Nordamerika, Australien, Spanien und Neuseeland – eine Woche lang setzten sich die elf Projektgruppen der Schule am Noor intensiv mit verschiedenen Ländern der Welt auseinander. Im Sonnenschein und bei sommerlichen Temperaturen stellten die 91 Schüler zwischen sechs und 18 Jahren gestern ihre Ergebnisse vor.

Auf Eltern, Verwandte und Bekannte wartete auf dem Schulhof ein buntes Programm mit Tanz, Gesang und kleineren Darbietungen der Schüler und Erzieher – alle in landestypischen Verkleidungen. Den krönenden Abschluss des Programms bildeten drei Pinatas – bunte Figuren aus Pappmaché, die mit Süßigkeiten gefüllt und an einem Seil befestigt sind. Unter lauten Anfeuerungsrufen der umstehenden Kinder schlug je ein Schüler mit verbundenen Augen so lange mit einem Stock auf die Pinata ein, bis diese platzte und die Süßigkeiten für alle freigab. Anschließend stellten die einzelnen Projektgruppen ihre Arbeiten der vergangenen Tage an verschiedenen Ständen auf dem Schulhof und in den Klassenräumen vor.

Schulleiterin Ulla Engel zieht eine positive Bilanz: „Die Arbeit war sehr fruchtbar, auch weil alle Altersklassen vertreten waren. In der Gruppe Schweden zum Beispiel war eine Sechsjährige und ein 18-Jähriger. Das hat klasse funktioniert.“ In der Projektgruppe Schweden habe sie den Schülern landestypische Bräuche und Feste nähergebracht. Und auch landestypische Kinderlieder wie „små små fågelungar“ („Kleine kleine Vogeljungen“) lernten die Schüler dank ihrer schwedisch sprechenden Lehrerin kennen und präsentierten ihren Eltern das Erlernte stolz.

Lehrerin Annett Ohlhoff begleitete die Projektgruppe Indien. Die insgesamt acht Schüler lernten nicht nur die Seidenmalerei, sondern auch die indische Küche kennen, darunter Gerichte wie Linsen- und Chickencurry. „Was wir hier präsentieren ist nur eine Auswahl dessen, was wir insgesamt gekocht haben.“ Der Jüngste der Gruppe ist der elfjährige Danny. Er ist heute für die Präsentation der Speisen zuständig. „Möchten Sie gerne etwas trinken? Wir haben indischen Tee mit und ohne Milch.“ Beflissen serviert er außerdem das selbstgemachte Naan-Brot, den Dip „Raita“ und die Joghurt-Nachspeise „Shrikhand“. Er kennt jede Zutat genau, „Joghurt, Rosinen, Mandeln, Pfefferminze, Ingwer, Kardamom. Haben wir ja alles selbst gemacht“, erklärt Danny. Die Projektgruppe „Neuseeland und Tattoos aus aller Welt“ richtete sich an die älteren Schüler. Teil ihres Programms war der Besuch der Tattoo-Ausstellung in Hamburg sowie des Eckernförder Tattoostudios „Küstenkunst“. Dort erklärte Tätowiererin Verena Braun den Schülern, was es bei dem Wunsch, sich mit Nadel und Tinte zu verzieren, zu beachten gilt. „Wir haben gelernt, dass der Tätowierer Handschuhe tragen und vorher alles desinfizieren muss“, bilanziert der 17-jährige Mario.

An der Gestaltung der Projektwoche waren in diesem Jahr insgesamt 16 Lehrkräfte, acht Assistenten, drei FSJ’ler und zehn Schulbegleiter beteiligt.

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