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Weltmarkt : Die Welt kauft in Schleswig-Holstein ein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund 250 Schüler bei erstem Weltmarktführer-Forum in der Internatsstiftung Louisenlund / 14 Unternehmen aus dem Land stellen sich vor

von
erstellt am 10.Apr.2017 | 16:10 Uhr

Güby | Begeisterung für die faszinierende Welt der Technik will Internatsleiter Dr. Peter Rösner bei jungen Menschen wecken. Aber er weiß, dass das Interesse bei vielen seiner rund 350 Schülern an den so genannten Mint-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – „nur bedingt groß“ ist. Das soll sich ändern: Rösner findet dazu einen Vergleich aus dem Sport: „Wer herausragende Leistungen im Fußball bringt, landet in einem der Nachwuchs-Leistungszentren von Bayern oder Schalke, wer die Mathe-Olympiade gewinnt, geht danach zurück in seine alte Schule“. Seit einem Jahr ist die Internatsstiftung Louisenlund das erste plus-MINT-Nachwuchsleistungszentrum in Schleswig-Holstein. Ein Talentförderprogramm an der Schlei, das bis zu 18 Schüler ab der neunten Klasse bis zum Abitur begleitet.

Mit dem ersten Weltmarktführer-Forum Schleswig-Holsteins in Louisenlund bot die Stiftung gestern gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH), der IHK und dem sh:z Medienhaus dem MINT–Nachwuchs aus Louisenlund und aus anderen Schulen die Möglichkeit, mit Unternehmen und Forschungsinstituten ins Gespräch zu kommen, um sich ein Bild über berufliche Perspektiven zu machen. Schirmherr der Veranstaltung war Ministerpräsident Torsten Albig.

„Die Nachwuchsförderung soll dazu beitragen, den Innovationsvorsprung schleswig-holsteinischer Branchenvertreter zu halten sowie innerhalb wichtiger Schlüsseltechnologien, wie Informatik, und Biotechnologien aufzuholen“, betonte Rösner. „Die Mint-Fächer sind die Grundlage für die Arbeit der Zukunft. Viele Unternehmen suchen bereits händeringend Fachkräfte aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Deshalb ist es wichtig, die Begeisterung für die Mint-Fächer schon in der Schule zu wecken“, sagte auch Albig zu Beginn der Messe in der Kunst- und Kulturhalle.

Die 14 Unternehmen, die sich gestern neben sechs Universitäten und Fachhochschulen präsentierten, sind allesamt regional verankert, aber global unterwegs – eine Verbindung von Tradition und Moderne. Viele sind gar nicht richtig bekannt, aber die Welt kauft hier ein. In einer von sh:z-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener moderierten Vorstellungsrunde in der Sporthalle hatte jede Firma 90 Sekunden Zeit, sich und ihre Produkte vorzustellen, um dann im Anschluss die rund 250 Schüler auf der Messe ausführlich zu informieren.

Mit dabei war die Firma Hellermann Tyton, der mittlerweile 4500 Mitarbeiter in 37 Ländern angehören. Wenn es um das Bündeln, Schützen und Isolieren von Kabeln und Leitungen geht, dann ist das Tornescher Unternehmen der führende Hersteller und Anbieter. Furuno aus Rellingen liefert weltweit Elektronik für Schiffsnavigation und -kommunikation, Weihe aus Altenholz ist Spezialist für Abgassysteme und die Eckernförder Firma punker für Ventilatorentechnik. Die Software von Lasersoft aus Kiel ist weltweit gefragt, wenn es darum geht, Film- und Fotovorlagen aller Art zu digitalisieren.

Die meisten Unternehmen seien familien- oder inhabergeführt und ein „echter Gewinn“ für Schleswig-Holstein, sagte Albig. „Sie sind wichtig für die Wirtschaftsstruktur in unserem Land und diese Erfolgsgeschichte müssen wir noch mehr nach außen tragen“, appellierte er auch an die Firmenchefs.

Für den 17 Jahre alten Luc Wehlisch von der Gemeinschaftsschule Nortorf war der Besuch gestern hilfreich. „Bei Kristonics und Furuno will ich mich noch informieren“, sagte er. Sein Ziel nach dem Abitur: „Ich will Luft- und Raumfahrtechnik studieren.“

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