Musik macht Schule : Die Talent-Show der Jungmannschule

Querflöte, Posaune, Geige oder Saxophon – Die Jungmannschüler können sich an allen möglichen Instrumenten probieren.
Querflöte, Posaune, Geige oder Saxophon – Die Jungmannschüler können sich an allen möglichen Instrumenten probieren.

Junge Musiker zeigen als „Probanden einer Forschungsarbeit im Versuchslabor“, wie ihr musikalisches Können im Laufe der Jahre wächst.

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10. Juli 2015, 06:03 Uhr

Eckernförde | Auf unterhaltsame Weise begrüßen vier Schüler und Schülerinnen der höheren Klassenstufen der Jungmannschule in weißen Forscherkitteln die Zuschauer in der voll besetzten Stadthalle zum diesjährigen Sommerkonzert am Mittwoch und führen unter dem Motto einer „Forschungsarbeit in einem Versuchslabor“ durch das Programm des Abends. Den Auftakt gibt die gemäß der Moderatoren als „erste Stufe der Forschungsarbeit Musik“ bezeichnete Bläserklasse Fünf – geleitet vom Musiklehrer Lars Meyer – mit drei Musikstücken unterschiedlicher Couleur. In dieser Klassenstufe werden die Schülerinnen und Schüler an die Instrumente herangeführt und wesentliche Grundlagen für eine weiterhin musikalische Entwicklung geschaffen.

Das Pendant zu den Bläsern schafft Musiklehrerin Heidemarie Henningsmeyer mit ihrer Musikgruppe, bestehend aus fünf Streichern und zwei Querflötistinnen. Eine Sonate von Vivaldi und ein Titel aus dem Hollywood-Streifen „Fluch der Karibik“ vermitteln das Können der jungen Musiker.

Es folgt die Bläserklasse Sechs – von den Moderatoren im besagten Modus als „Probandengruppe nach der ersten Metamorphose“ angekündigt. Unter der Leitung von Hiltrud Rockohl, die an der Jungmannschule die Fächer Deutsch und Musik unterrichtet, erklingen erste jazzige Töne. Mit ihrem Alter von ungefähr zwölf Jahren überzeugen die jungen Musiker mit großem Engagement und harmonischem Zusammenspiel.

Eine deutliche Steigerung in der musikalischen Darstellung bemerkt der Zuschauer mit dem Auftritt des „Musikprofils Meyer“ – das sind 16 Schüler des Q-Jahrgangs unter Leitung von Lars Meyer – und deren A-cappella-Formation, die nahezu Profi-Charakter vermittelt. In einem Sonett von William Shakespeare wird die Kreativität und die Lust am Ausprobieren der jungen Sänger deutlich. Ein schwedisches Volkslied als Abschluss ihres Auftritts begeistert alle im Saal vollkommen.

Die vier Moderatoren in „weiß“ kündigten als nächsten Programmpunkt die Bläserband-AG mit den Worten an, dass es sich „hier um die bestgeeigneten und talentiertesten Probanden handelt, die sich nun unter den Fittichen von Hiltrud Rockohl weiterentwickeln dürfen“. Die Musikstücke werden deutlich anspruchsvoller und der Jazz- und Swing-Rhythmus einer Bigband kristallisiert sich heraus.

Mit dem Streicherensemble, Querflöte und Akkordeon unter Leitung von Heidemarie Henningsmeyer und dem anschließenden Auftritt von zwei Solistinnen des Jungmannschul-Chores werden danach besinnlichere Töne angeschlagen, bevor die Bigband Brassreport den fulminanten Abschluss des Sommerkonzertes übernimmt. Der Posaunist der Bigband Jörgen Roggenkamp – Preisträger des Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ – erhielt für seinen Soloauftritt mit einem selbst komponierten Musikstück sogar Standing Ovations der Zuschauer. Unter der Leitung von Lars Meyer verabschiedet sich die Bigband neben dem bekannten „Copacabana“ mit mehreren Zugaben von einem begeisterten Publikum. Das kann sich auf das nächste Sommerkonzert 2016 freuen, um erneute Fortschritte mit verdientem Applaus zu honorieren.


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