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SCHNITTSTELLE ZWISCHEN JUGEND UND POLITIK : Die Stimme der Jugend

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Arbeitskreis Jugend bietet Kindern und Jugendlichen eine Plattform für Ideen und Wünsche. Unterstützung bieten Streetworkerin, Awo-Kindermobil und Schulsozialarbeiter.

Eckernförde | Die Jugend soll eine Möglichkeit erhalten, sich mehr an der Gestaltung Eckernfördes zu beteiligen. Das war in der Vergangenheit zwar auch durch das Wenden an die Verwaltung oder Politik möglich, stellte jedoch oft eine schwer zu überwindende Hemmschwelle dar. Deshalb hat der Arbeitskreis Jugend vom Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport den Auftrag bekommen, als Schnittstelle zu wirken. Streetworkerin Heike Peuster und Thomas Lemm vom Awo-Kindermobil gehen nun durch alle Schulklassen ab der 5. Klasse und stellen sich vor. Die Schüler können sich mit allen Fragen und Bedürfnissen an die beiden wenden. Unterstützung erhalten sie unter anderem von den Schulsozialarbeitern.

Doch die Pädagogen nehmen den Kindern und Jugendlichen nicht die Arbeit ab. „Wir überlegen gemeinsam, wie wir vorgehen wollen, wer unser Ansprechpartner ist, ob Politik, Verwaltung oder Presse“, erklärt Heike Peuster. Projektbezogen sollen sich die Jugendlichen für ihre Interessen einsetzen, und die sind vielfältig: Ein kaputtes Flutlicht am Gudewerdt-Sportplatz wurde bislang ebenso genannt wie ein schmutziger und unheimlicher Bahnhof, defekte Geräte auf Spielplätzen und vieles mehr. „Thema Nr. 1 ist jedoch die Einrichtung eines Kinos“, sagt Thomas Lemm.

Vor Jahren gab es einen Kinder- und Jugendrat, der als offizieller Ansprechpartner für die Verwaltung und als Sprachrohr der Jugendlichen galt – bis die Arbeit im Jahr 2004 einschlief. Auch die Reanimation im Jahr 2012 scheiterte. „Viele Schüler haben heute wegen der langen Schulzeiten zu wenig Zeit“, sagt Thomas Lemm. Deshalb sollen sie nun projektorientiert eingebunden werden.

Doch was genau sind die Bedürfnisse der Jugendlichen? „Eckernförde ist stark auf Touristen ausgelegt. Für Jugendliche gibt es hier nicht viel zu machen“, sagt zum Beispiel Saskia von der Peter-Ustinov-Schule, die sich auch in der Schülervertretung engagiert, und erntet von ihren Schulkameraden zustimmendes Nicken. Doch was genau die Stadt für Jugendliche machen soll, ist gar nicht so leicht zu formulieren. „Es fehlt ein Treffpunkt wie das Capilano“, sagt Lena von der Jungmannschule. Ein wirtschaftliches Unternehmen zu etablieren – da sind auch der Stadt die Hände gebunden. „Wir möchten, dass sich die Jugendlichen jetzt erstmal Gedanken machen, was sie denn überhaupt wollen, und diese auch äußern“, sagt Heike Peuster. Und Schulsozialarbeiter Daniel Frank ergänzt: „Und wenn sie erfolgreich sind, erfahren sie gleich, wie Politik arbeitet.

>Wer eine Idee hat, mitreden und mitgestalten will, kann sich an Heike Peuster, Tel. 0176/20011267 oder Thomas Lemm, Tel. 0151/46758647 wenden.

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