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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 05:09 Uhr

Bildung : „Die Sterne vom Himmel geholt“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vorweihnachtliche Veranstaltung: Peter-Ustinov-Schule stellt Ergebnisse verschiedener Projekte vor

Eckernförde | Der Duft von Winterpunsch lag in der Luft, etliche rote Weihnachtsmützen waren in der Menschenmenge zu sehen. Es herrschte reges Treiben in der liebevoll geschmückten Pausenhalle und auf den Schulkorridoren.

Am Donnerstagnachmittag hatte die Peter-Ustinov- Schule zu ihrer weihnachtlichen Veranstaltung „Sternstunden“ eingeladen. Arbeitsgruppen, Fördervereine und Klassen präsentierten ihre Projekte aus der jüngsten Kompaktwoche und aus vergangenen Unterrichtswochen. In den jeweiligen Räumen wurden Experimente, Musik, Kreatives, Kulinarisches, Filme und Shows vorgestellt. Alle 46 Klassen „haben die Sterne vom Himmel geholt“, eröffnete Schulleiter Dirk Söhren die Veranstaltung.

Zu Beginn gab es eine Premiere: Der DaZ-Chor (Deutsch als Zweitsprache) unter der Leitung von Ahmed Georgi eröffnete erstmals eine Schulveranstaltung. Anschließend begeisterten Abdelrahman Alfagieh aus dem Jemen mit Unterstützung von Georgi Schüler, Lehrer und Besucher mit einem Lied aus der Heimat. Die DaZ-Schüler stellten zudem in einem eigenen Raum landestypische Spezialitäten vor. „Die geflüchteten Kinder lernen unser Weihnachtsfest und unsere Kultur kennen. Sie werden nach und nach in den Unterrichtsalltag integriert und passen sich an. Ihre Vorstellung bei den „Sternstunden“ bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Heimat voller Stolz zu präsentieren“, erklärt Söhren.

Das Filmprojekt „Allein unterwegs“ realisierten die Schüler der sechsten und siebten Klasse mit dem Künstler Achim Kirsch aus Windeby in nur einer Woche. Der Film verarbeitet in Kurzgeschichten Erfahrungen und Ängste der Kinder, aber auch Erfundenes in einer Mischung aus Trickfilm, Zeichnung und realen Aufnahmen. „Besonders faszinierte und begeisterte die Kinder die Arbeit mit dem Green Screen“, sagte Kirsch. Für die Geschichte des Jungen Issam führten die fünfzehn Jungen und Mädchen ein Interview mit einem geflüchteten Schüler, die sie eindrucksvoll in dem Film verarbeiteten.

Levke Kaiser (12) stellte stellvertretend für die Klasse 7  a „Die sprechende Stadt“ vor und erklärte: „Die interaktive Stadt erklärt dem Besucher bei Berührung eines Punktes das jeweilige Gebäude, die jeweilige Einrichtung oder ein Ereignis. Die Punkte haben wir alle gemeinsam besprochen.“ Die Schüler hatten die mittelalterliche Stadt aus 156 Papierhäuschen unter Leitung der Klassenlehrerin Ulrike Wehrs in nur zwei Tagen gebastelt. Für die Recherchen nutzte die Klasse unter anderem einen Ausflug nach Lübeck. Die „Sternstunden“ werden seit drei Jahren in der Adventszeit in der Schule veranstaltet.

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erstellt am 10.Dez.2016 | 06:29 Uhr

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